1. FCK

Fußball FCK feiert Torhüter Grill beim Weiterkommen im Pokal

Abend der Kuriositäten in Lautern

Kaiserslautern.In einem dramatischen Spiel hat sich der 1. FC Kaiserslautern den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gesichert. Der abstiegsbedrohte Drittligist besiegte am Mittwochabend den favorisierten Zweitligist 1. FC Nürnberg mit 6:5 (2:2, 1:1) im Elfmeterschießen. FCK-Trainer Boris Schommers sprach von „einem denkwürdigen Abend auf dem Betzenberg“.

„Mehr als das heute geht einfach nicht“, sagte Timmy Thiele angesichts der zahlreichen Kuriositäten. Die Inszenierung hätte selbst ein Regisseur nicht dramatischer darstellen können. In den Hauptrollen des Abends waren die Torhüter. Und insbesondere FCK-Keeper Lennart Grill schrieb die Geschichte des Spiels, denn er wäre um ein Haar zur tragischen Figur avanciert.

Der U-21-Nationalkeeper übersah in der 89. Minute den hinter ihm lauernden Michael Frey, der ihm den Ball vom Fuß nahm und zum 2:2 ins leere Tor schob. Doch seine zweite Chance nutzte Grill, rettete in der Verlängerung mehrfach stark. Spätestens als er den entscheidenden Elfmeter von Tim Handwerker parierte, kannte der Jubel keine Grenzen. „Jetzt kann ich darüber lachen“, berichtete der 20-Jährige. „Auf dem Feld habe ich mir nur gedacht, dass ich das Spiel so nicht beenden kann.“ Sein Pendant im Nürnberger Kasten, Patric Klandt, verpasste das Elfmeterschießen hingegen. Weil sich der Schlussmann einen Achillessehnenriss zuzog, als das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, musste Enrico Valentini nach 116 Minuten zwischen die Pfosten – einen Elfmeter hielt er aber nicht. Schommers blickte nach dem Sieg gleich nach vorn: „Das war nur die Kür, die Pflichtaufgabe folgt in der Liga.“ Dort erwarten die Pfälzer am Samstag Würzburg. dpa