1. FCK

Fußball Luxemburger will angeblich nur helfen, wenn der Vertrag von Geschäftsführer Bader verlängert wird und Beirat Littig zurücktritt

Becca stellt brisante Forderungen für FCK-Rettung

Archivartikel

Kaiserslautern.Der 1. FC Kaiserslautern hofft weiter auf die Unterstützung des Investors Flavio Becca. Nach übereinstimmenden Berichten von „Kicker“ und SWR macht der Luxemburger seinen Einstieg jedoch von der Erfüllung brisanter Forderungen abhängig. Demnach sei eine, dass der Vertrag von Sport-Geschäftsführer Martin Bader verlängert werde, berichteten beide Medien am Donnerstagabend. Zum anderen solle Beiratsmitglied Michael Littig bis kommenden Montag zurücktreten. Ansonsten verfalle das Angebot. Becca biete dem Traditionsclub demnach im Gegenzug ein Darlehen in Höhe von 2,6 Millionen Euro an.

Kurz zuvor hatte der Fußball-Drittligist mitgeteilt, dass der fünfköpfige Beirat der Kapitalgesellschaft, in dem es zuletzt immer wieder zu internen Streitigkeiten gekommen war, die Geschäftsführung um Bader und Michael Klatt mit weiteren Verhandlungen beauftragt habe. „Der Beirat und der Vorstand begrüßen diese Pläne über eine langfristig und nachhaltig angelegte Kooperation und sehen in der Zusammenarbeit mit Flavio Becca eine große Chance für den 1. FC Kaiserslautern, sowohl was die kurzfristige Absicherung der Lizenz, als auch was die zukünftige Entwicklung des FCK betrifft“, heißt es in einer Mitteilung der Lauterer. Von den möglicherweise brisanten Forderungen Beccas war in der Mitteilung jedoch keine Rede.

Klatt betonte zuletzt, mit den Becca-Millionen wäre die Lizenz für die kommende Spielzeit gesichert. Doch dafür wäre wohl zunächst ein Darlehen des 56 Jahre alten Immobilienkaufmanns nötig, da ein Vertragsabschluss als Eigenkapitalgeber bis zum Nachweis der Lizenzunterlagen Ende Mai kaum realisierbar ist.

Trotz der Schieflage in allen Ebenen des Vereins haben auch die Fans ein beachtliches Zeichen gesetzt und in beträchtlichem Umfang in die Fan-Anleihe und das onlinebasierte Crowdlending investiert.

„Wir wollten über beide Instrumente zwei Millionen Euro einsammeln. Dieses Ziel haben wir im Grunde erreicht. Ich bin froh und dankbar, das war nur dank unserer tollen Fans möglich. Diese Unterstützung ist bei der aktuellen sportlichen Lage und dem anspruchsvollen sportpolitischen Umfeld nicht selbstverständlich“, sagte Geschäftsführer Klatt. dpa