1. FCK

Fußball Einstiger Meisterspieler des 1. FC Kaiserslautern ist bereit, um den Traditionsverein auf Vordermann zu bringen

Buck hat Ideen und Visionen

Kaiserslautern.Andreas Buck kehrt auf den Betzenberg zurück. Der frühere Profi will im Vorstand mithelfen, den Traditionsverein aus der Krise zu führen. Dabei setzt er auf seine beruflichen Erfahrungen als Fußballer und Unternehmer.

Als Spieler erlebte Buck noch die glorreichen Zeiten des 1. FC Kaiserslautern mit dem Meistertitel 1998 als Höhepunkt. Nun will der 51-Jährige als Vorstand des e.V. dazu beitragen, den Traditionsverein aus seiner misslichen Lage in der 3. Liga zu befreien. „Ich habe Ideen und Visionen im sportlichen wie im finanziellen Bereich, wie wir den Verein in Zukunft besser lenken können“, sagte der frühere Rechtsaußen.

Reizvolle Situation

Die Lage in Kaiserslautern ist prekär. Sportlich sind die Pfälzer weit entfernt vom anvisierten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, zudem fehlen noch rund zwölf Millionen Euro für die Lizenz in der kommenden Spielzeit. „Wir wollen den FCK wieder dort hinführen, wo er hingehört. Das bedarf einer unglaublichen Leistung, aber die Situation reizt mich“, betonte Buck.

Nicht nur sein Stallgeruch war es, der den Aufsichtsrat dazu veranlasste, ihn in den Vorstand zu berufen. Der gebürtige Schwabe, der von 1997 bis 2002 in 129 Pflichtspielen das Trikot der Roten Teufel trug, hat nach dem Karriereende 2004 den Weg raus aus dem Fußball gesucht und baute sich gleich zwei berufliche Standbeine auf. Im Raum Stuttgart gründete er vor 15 Jahren eine Agentur im Vermögens- und Versicherungswesen. Zudem betreibt er seit fünf Jahren gemeinsam mit dem ehemaligen Schiedsrichter Urs Meier eine Agentur, die sich um die Vermarktung von Sportlern und deren Betreuung nach Berufsunfällen kümmert.

Nun ist seine Expertise auch beim FCK gefragt. Dabei drängte sich Buck im Vergleich zu vielen Ex-Profis des Traditionsvereins nie in den Vordergrund und versuchte nie, einen Job zu ergattern. Dennoch blieb er immer nahe am Geschehen dran. Sei es als TV-Experte oder als Interviewpartner bei Veranstaltungen rund um den Fritz-Walter-Club.

Diese Haltung wurde im Umfeld des Vereins geschätzt. Der viermalige deutsche Meister bekommt mit ihm eine Identifikationsfigur in die Vereinsführung. „Es geht mir ausschließlich um die Sache an sich und darum, hier etwas bewirken zu können. Ich habe die letzten 15 Jahre auch sehr gut ohne Fußball leben können“, versicherte Buck.

Im zweiköpfigen ehrenamtlichen Vorstand arbeitet er nun gemeinsam mit Wilfried de Buhr, der den Vorsitz übernimmt. Während sich de Buhr, von 1995 bis 1996 bereits Geschäftsführer in der Pfalz, um den administrativen Bereich kümmern soll, ist Bucks Meinung insbesondere bei sportlichen Themen gefragt.

„Ein sehr angenehmer Typ“

„Er kennt den Verein besser als ich. Schließlich bin ich erst seit einem Jahr hier. Ich kenne Andy schon länger, er ist ein sehr angenehmer Typ und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagte FCK-Geschäftsführer Martin Bader zum neuen Vorstand.

Für alle Beteiligten gilt es nun, an einem Strang zu ziehen und im Verein für Ruhe zu sorgen. Die Transparenz zwischen der Geschäftsführung der ausgegliederten Profiabteilung und dem e.V. wird großgeschrieben. Der zweite Anlauf seit der Gründung der Kapitalgesellschaft im September des vergangenen Jahres soll jetzt funktionieren, nachdem die Ära des Ex-Vorsitzenden Rainer Keßler nach weniger als drei Monaten ein schnelles Ende gefunden hatte.