1. FCK

Fußball Vierfacher deutscher Meister ein Schatten seiner selbst

Chronologie des Pfälzer Absturzes

Archivartikel

Kaiserslautern.Viermal wurde der 1. FC Kaiserslautern deutscher Fußball-Meister: 1951, 1953, 1991 und 1998. Vor 22 Jahren holte der FCK als erster und bislang einziger Aufsteiger den Titel der Bundesliga. Seither ging es fast stetig bergab.

1997/98: Der FCK feiert unter Trainer Otto Rehhagel sensationell seinen vierten Meistertitel.

1998/99: Zum bisher letzten Mal spielt der FCK in der Champions League, wo er im Viertelfinale an Bayern München scheitert.

2000/01: Nach einem Fehlstart tritt Rehhagel zurück. Der Verein gerät sportlich und finanziell in Schwierigkeiten. Dennoch schaffen es die Pfälzer unter Rehhagel-Nachfolger Andreas Brehme bis ins Halbfinale des UEFA-Cups. Nach Saisonende wird der Finanzskandal um die damalige Vereinsführung bekannt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Untreue und Steuerhinterziehung vor.

2002 - 2006: Die Roten Teufel spielen gegen den Abstieg. Zudem steht der Verein 2003 kurz vor der Insolvenz, die durch den Verkauf des Fritz-Walter-Stadions an die Stadt Kaiserslautern abgewendet wird. 2005/06 steigt der FCK ab.

2007/08: Kaiserslautern steht vor dem Absturz in die 3. Liga. Doch unter Trainer Milan Sasic und dem neuen Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz gelingt eine sensationelle Aufholjagd mit Happy End.

2010 - 2012: Kurzzeitig kehrt der Erfolg zurück. Unter Trainer Marco Kurz gelingt die Rückkehr in die Bundesliga. Doch schon zwei Jahre später steigen die Pfälzer als Tabellenletzter wieder ab.

2013 - 2015: Der Wiederaufstieg wird dreimal nacheinander verpasst. Zunächst scheitert der FCK in der Relegation an der TSG Hoffenheim. In den folgenden beiden Spielzeiten wird der Aufstieg in den letzten Saisonpartien verspielt.

2015 - 2017: Die verpassten Ziele sorgen für Unruhe. Anfang 2016 tritt FCK-Boss Stefan Kuntz zurück. Am Ende des Jahres geht Trainer Tayfun Korkut nach Streit mit dem Aufsichtsrat, ein halbes Jahr später folgt Sportdirektor Uwe Stöver.

2017/18: Zwar werden die wichtigsten Führungspositionen mit Sportdirektor Boris Notzon und Sportvorstand Martin Bader neu besetzt, dafür dreht sich das Trainerkarussell. Norbert Meier muss wegen Erfolglosigkeit gehen, Jeff Strasser aus gesundheitlichen Gründen. Michael Frontzeck kann den Absturz in die 3. Liga nicht mehr abwenden. Die Mitglieder beschließen eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine GmbH. Frontzeck wird im November entlassen.

2019: Der Club nimmt ein Hilfsangebot des luxemburgischen Immobilienhändlers Flavio Becca an, weil die Lizenz in Gefahr ist. Mit Sascha Hildmann muss der nächste Trainer gehen, sein Nachfolger ist Boris Schommers. Der frühere WM-Schiedsrichter Markus Merk wird in den Aufsichtsrat gewählt.

2020: Der FCK meldet Planinsolvenz an. Den Verein drücken 24 Millionen Euro Schulden. dpa

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