1. FCK

Fußball Geschäftsführer Bader droht das Aus

FCK-Machtkampf tobt weiter

Archivartikel

Kaiserslautern.Der 1. FC Kaiserslautern kommt einfach nicht zur Ruhe. Sport-Geschäftsführer Martin Bader (Bild) steht vor dem Aus und soll durch den ehemaligen FCK-Profi Andreas Buck ersetzt werden. Der Grund sind unter anderem Aussagen Baders, in denen er die Zielsetzung Aufstieg für die kommende Drittliga-Saison in Frage gestellt hatte. „Ich war sehr überrascht. Mir wurde von Patrick Banf mitgeteilt, dass es im Beirat eine Mehrheit für meine Absetzung gibt“, erklärte Bader am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Noch ist aber kein Beschluss gefasst, also gehe ich meiner Arbeit weiter nach.“

Die nächste Beiratssitzung ist allerdings erst für den 16. Mai terminiert, deshalb steht eine Bestätigung des Clubs für die Personalie noch aus. Vorher könnte das Gremium nur zusammenkommen, wenn alle fünf Beiräte einem anderen Termin zustimmen. Der Vorsitzende Banf und ein weiteres Beiratsmitglied gelten als Bader-Befürworter.

Die in der vergangenen Woche von Bader im Sportmagazin „kicker“ getätigten Aussagen sind dem 51-Jährigen nach übereinstimmenden Medienberichten zum Verhängnis geworden. „Wir müssen realistisch sein und die Erwartungen herunterschrauben. Wenn das Geld nicht da ist, entwickeln wir mit jungen Spielern etwas Eigenes. Dann muss man aber ehrlich sein. Es ist auch dann eine gute Mannschaft, es wird aber schwierig werden, um den Aufstieg mitzuspielen“, hatte er erklärt.

Die Gremien reagierten mit Unverständnis auf die neu formulierte Zielsetzung. Andreas Buck, Spieler der Lauterer Meistermannschaft von 1998 und aktueller Vereinsvorstand des e.V., soll nun die Rolle Baders übernehmen. An seiner Seite soll der Ex-Nationalspieler Hans-Peter Briegel als Berater installiert werden. Auf die Frage, ob er bereit sei, Baders Posten zu übernehmen, erklärte Buck: „Dazu möchte ich im Augenblick nichts sagen, denn es gibt keinen Beiratsbeschluss, so dass der Status quo ist: Martin Bader ist Sportvorstand. Von mir gab es kein aktives Zugehen auf die Gremien. Wenn dann, wurde ich gefragt. Ich ziehe im Hintergrund aber keine Strippen.“

Komplette Neuausrichtung

Bader ist seit Ende Januar 2018 für die sportlichen Belange der Pfälzer verantwortlich. Zunächst als Vorstand, nach der Ausgliederung der Profiabteilung im September 2018 als Geschäftsführer. Der Vertrag des früheren Nürnberger und Hannoveraner Managers läuft noch bis zum Jahresende. Im Sommer peilt der Aufsichtsrat eine komplette Neuausrichtung des Clubs an. Der Vertrag von Sportdirektor Boris Notzon läuft zum Saisonende aus und soll nicht verlängert werden.

Im Spiel beim SV Wehen Wiesbaden gingen die Pfälzer gestern Abend ebenfalls leer aus und unterlagen dem neuen Tabellendritten mit 0:2 (0:2).