1. FCK

Fußball Lautern will kurzfristig neuen Coach präsentieren

Gerüchte um Trainer-Job für Kocak beim FCK

Kaiserslautern.Sechs Trainer in gut drei Jahren – der Job beim 1. FC Kaiserslautern kann mittlerweile ohne Übertreibung als echter Schleudersitz bezeichnet werden. Nach der Beurlaubung von Michael Frontzeck sucht der in die 3. Liga abgestürzte viermalige Deutsche Meister zurzeit schon wieder einen neuen Übungsleiter – der laut Planungen der Lauterer Vereinspitze schon am Samstag im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (14 Uhr) auf der Bank sitzen soll.

Wie das Online-Portal „Liga-Drei“ gestern Abend berichtete, soll Kenan Kocak (Bild) der Favorit auf den Trainerposten beim FCK sein. Ein Engagement des 37-Jährigen wäre allerdings brisant und ist somit sehr unwahrscheinlich, da Kocak als Trainer und Spieler für den SV Waldhof tätig war. Und zwischen dem Mannheimer Club und den Lauterern herrscht traditionell eine starke Rivalität. Auf Anfrage dieser Zeitung zum Thema 1. FC Kaiserslautern sagte Kocak: „Ich äußere mich nicht zu Spekulationen.“

Der 37-jährige Fußballlehrer lebt in Ilvesheim bei Mannheim. Vor seinem Engagement in Sandhausen trainierte er den Regionalligisten SV Waldhof, mit dem er 2016 in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga an den Sportfreunden Lotte scheiterte. Für den Traditionsverein aus der Quadratestadt spielte der frühere Mittelfeldmann einst auch in der Zweiten Liga.

Kocak war in der Vergangenheit schon bei einigen Erstligisten wie dem VfB Stuttgart im Gespräch und hatte zuletzt dieser Zeitung gesagt, „keinen Druck“ bei der Jobsuche zu verspüren. Zudem hatte der 37-Jährige angekündigt, sich mit einigen Hospitanzen fortbilden zu wollen.

Geplant war ein Mittagessen mit Altmeister Jupp Heynckes, zu Atlético Madrids Erfolgstrainer Diego Simeone hatte Kocak Kontakt geknüpft, mit Jürgen Klopp sprach er über eine Hospitanz beim Champions-League-Finalisten Liverpool. Am weitesten fortgeschritten war allerdings der Plan, Thomas Tuchel beim französischen Edelverein Paris St.-Germain über die Schulter zu schauen.

Das gesuchte Trainerprofil bei den Lauterern umschrieb der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf in der „Bild“-Zeitung folgendermaßen: „Man soll die Fußball-Philosophie des FCK auf dem Platz erkennen. Wir wollen Konstanz und Ruhe schaffen.“ Ein jüngerer Fußballlehrer mit festem Plan soll auf den erfahrenen Frontzeck (54) folgen – was zwar für Kocak, aber auch für den heiß gehandelten Lukas Kwasniok spricht. Der 37-Jährige trainierte zuletzt die U19 des Karlsruher SC.

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