1. FCK

Fußball Tief gefallener Traditionsverein holt ehemaligen Spieler der zweiten Mannschaft als neuen Trainer / Morgen Drittliga-Heimspiel gegen Würzburg

Hildmann soll FCK zum Wiederaufstieg führen

Kaiserslautern.In der sportlichen Not hat sich Traditionsclub 1. FC Kaiserslautern auf seine Wurzeln besonnen und Eigengewächs Sascha Hildmann als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 46-Jährige, der gestern als Nachfolger des freigestellten Michael Frontzeck offiziell vorgestellt wurde, soll den Fußball-Drittligisten in die Erfolgsspur zurückführen.

„In den Gesprächen hat er uns inhaltlich voll überzeugt. Mit seiner Emotionalität und seinem Fachwissen ist er in unserer jetzigen Situation der richtige Trainer für den FCK“, begründete Geschäftsführer Martin Bader die Wahl.

Vertrag bis Sommer 2020

Bei seiner erst zweiten Station im Profifußball nach dem Anfang Oktober vorzeitig beendeten Engagement beim Ligarivalen SG Sonnenhof Großaspach steht der gebürtige Lauterer, der einen Vertrag bis zum Sommer 2020 erhielt, vor einer Herkulesaufgabe. Denn trotz 13 Zählern Rückstand zur Tabellenspitze hält der Verein am Saisonziel fest: Der direkte Wiederaufstieg muss sowohl aus sportlicher als auch und finanzieller Sicht gelingen.

Hildmann, der als Spieler alle Nachwuchsmannschaften der Roten Teufel durchlief und 112 Partien für die zweite Mannschaft absolvierte, sollte also schon am morgigen Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers liefern. Die Aufgabe will er mit Enthusiasmus anpacken.

„Der FCK ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Es war immer ein Traum von mir, hier als Trainer tätig sein zu dürfen“, sagte Hildmann bei seiner Präsentation in Kaiserslautern.

Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt ihm nicht. Der immense Rückstand zur Tabellenspitze und eine verunsicherte Mannschaft, die zuletzt in Unterhaching mit 0:5 unterging, wurden seinem Vorgänger Frontzeck nach zehn Monaten im Amt zum Verhängnis. Schnellstmöglich muss Hildmann nun den viermaligen deutschen Meister nach dem erstmaligen Sturz in die Drittklassigkeit wieder auf Kurs bringen. Zumal auch der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen derzeit nur noch vier Punkte beträgt.

„Offensiv und mutig spielen“

Für sein Debüt gab Hildmann bereits ein Motto aus: „Wir wollen offensiven und mutigen Fußball spielen. Jedoch mit Bedacht, die Mannschaft ist verunsichert. Ich will ihr zwei bis drei Systeme an die Hand geben, um auch während des Spiels für Überraschungen sorgen zu können.“

Verzichten muss er dabei auf die verletzten Lukas Spalvis (Knorpelschaden), Dylan Esmel (Kreuzbandriss) und Jan Löhmannsröben (Knieprobleme). 

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