1. FCK

Fußball Als Reaktion auf Ermittlungsverfahren gegen FCK-Profi Löhmannsröben massenhaft Cornflakes-Packungen abgegeben

Kreativer Fan-Protest gegen den DFB

Frankfurt.Fans des 1. FC Kaiserslautern haben dem DFB massenhaft Cornflakes-Packungen vor die Tür in der Frankfurter Zentrale gestellt – aus Protest. Anhänger des Drittligisten setzten damit am Mittwochabend ein ungewöhnliches Zeichen gegen eine mögliche Strafe ihres Profis Jan Löhmannsröben. Der hatte nach dem 1:1 im Spiel beim FSV Zwickau im Interview der Telekom gewütet und unter anderem gesagt: „Wenn das ein Schiri ist, weiß ich nicht, Digga, dann soll der Cornflakes zählen gehen.“

Der Verband reagierte via Kurznachrichtendienst Twitter mit Humor: „Wir sind dann mal #Cornflakeszaehlen. Die original verpackten Cornflakes wird der #DFB komplett an die #Tafel Deutschland spenden.“

Beim Verband gingen auch am Donnerstag weitere Cornflakes-Pakete ein, da sich auch andere Vereine mit dem FCK solidarisiert haben. Ein paar hundert Pakete auf sieben Rollcontainern wurden vor der DFB-Zentrale abgeladen. Nach Schätzungen von Anhängern der Roten Teufel sollten es nicht die letzten sein. Bis zu 4000 Päckchen sollen laut den Initiatoren auf dem Weg sein. Nicht nur FCK-Anhänger beteiligten sich an der Aktion, sondern beispielsweise auch Fans aus Braunschweig, Rostock oder Bremen. Es heißt, dass sogar Fans der sonst eher verfeindeten Clubs wie dem Karlsruher SC oder dem SV Waldhof Mannheim mitgemacht hätten. Verantwortliche der Vereine wollten sich zum Thema allerdings nicht äußern.

Elfmeterpfiff als Auslöser

Gegen Löhmannsröben ermittelt inzwischen der Kontrollausschuss des Verbandes. Grund für seine harsche Kritik war ein Elfmeter für die Sachsen in der Nachspielzeit, vor dem Löhmannsröben den Ball zwar mit der Hand gespielt hatte, davor aber selbst mit dem Ellbogen hart im Gesicht getroffen wurde, wie die Zeitlupe eindeutig zeigte. „Ja, wenn das kein Foulspiel ist, ja leck mich am Arsch, Alter. Wie kann man das nicht sehen?“, sagte der Lautern-Profi über Schiedsrichter Markus Wollenweber noch. „Irgendwann platzt mir die Krawatte, ehrlich!“

Der 27-Jährige hatte sich nach seinem Gefühlsausbruch vor laufender TV-Kamera via offizieller Vereinsmitteilung entschuldigt und gesagt: „Vielleicht war meine Wortwahl da nicht optimal, aber ich wollte zu keinem Zeitpunkt irgendjemanden beleidigen oder persönlich angreifen.“ dpa/red