1. FCK

Fußball Absturz auf Rang 18 nach 2:3-Heimniederlage gegen Würzburger Kickers

Lähmende Angst beim FCK

Kaiserslautern.Den 1. FC Kaiserslautern trennt nicht mehr viel vom Gang in die Bedeutungslosigkeit. Der viermalige deutsche Meister befindet sich schon seit Wochen im freien Fall. Spätestens nach dem 2:3 (1:1) gegen die Würzburger Kickers am Samstag und dem Abrutschen auf Tabellenrang 18 in der 3. Liga wächst die existenzielle Sorge vor einem noch tieferen Absturz.

Ein kleines Fünkchen Hoffnung machte sich breit, als der FCK mit einem dramatischen und emotionalen Kraftakt am Mittwoch den Zweitligisten 1. FC Nürnberg aus dem DFB-Pokal warf. Der Schwung und die Euphorie sollten konserviert und auf den Liga-Alltag übertragen werden. Doch nach dem „Himmel“ folgte die „Hölle“, wie es der ratlose Trainer Boris Schommers ausdrückte.

Das, was die 16 260 Zuschauer auf dem Betzenberg geboten bekamen, glich einem sportlichen Offenbarungseid. „Warum wir so aufgetreten sind, kann ich nicht erklären. Wir werden aber nicht in Panik verfallen“, sagte Schommers. „Ich bin mir der prekären Situation bewusst, aber darum bemüht, Ruhe zu bewahren.“

Nur 13 Zähler holten die Pfälzer aus 14 Saisonspielen. Vier der fünf vergangenen Partien gingen verloren. Einige Akteure wirken wie Fremdkörper. Eigene Tore basieren oft auf Einzelleistungen – das sind nur die sportlichen Probleme. Der Machtkampf in der Führung brodelt seit Monaten. Jüngst gipfelten die Unruhen in zahlreichen Rücktritten. Bis zum 1. Dezember dürfte das Theater weitergehen. Dann wird der Aufsichtsrat neu gewählt.

Seit Wochen Durchhalteparolen

Trotz allem bleibt Schommers optimistisch. „Ich bin auch sehr enttäuscht, aber es gibt Gründe. Die sehe ich und wir werden sie aufarbeiten und abstellen“, kündigte der 40-Jährige an. Ähnliche Aussagen wiederholen sich seit fast sechs Wochen, als Schommers den Posten von Sascha Hildmann übernahm.

Albion Vrenezi nach einem umstrittenen Foulelfmeter (13.), ein Eigentor von Christoph Hemlein (47.) und Luca Pfeiffer (69.) sorgten für die Würzburger Tore. Philipp Hercher (28.) und Simon Skarlatidis (87.) trafen für Lautern. dpa