1. FCK

Fußball Auf dem Betzenberg reicht es für die Elf von Trainer Sascha Hildmann lediglich zu einem 0:0 gegen den Halleschen FC hinaus

Lautern rutscht Richtung Abstiegszone

Kaiserslautern.Der 1. FC Kaiserslautern muss sich wohl endgültig von seinen Aufstiegsambitionen verabschieden. Das 0:0 gegen den Halleschen FC verdeutlichte am Samstag erneut, dass die Pfälzer in der 3. Fußball-Liga nicht über Mittelmaß hinauskommen. Nachdem die Roten Teufel in vier der vergangenen fünf Heimspiele ohne eigenen Treffer geblieben sind, geht der Blick bei nur fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone nun auch nach unten.

„Wir müssen mehr Gefahr ausstrahlen. Ich erwarte da mehr Qualität, was das Spiel nach vorne betrifft“, forderte Trainer Sascha Hildmann nach dem erneuten Rückschlag vor 19 176 Zuschauern auf dem Betzenberg. Doch mit dem Torabschluss hadern die Lauterer bereits die ganze Spielzeit. Erneut war es Stürmer Timmy Thiele, der die zwei aussichtsreichsten Möglichkeiten liegen ließ.

Angst vor Kontern

Immerhin fand die vergangene Woche noch äußerst anfällige Abwehrreihe nach holprigem Start mit zunehmender Dauer besser in die Partie und blieb im sechsten Spiel unter der Leitung Hildmanns zum vierten Mal ohne Gegentreffer. Die Spielausrichtung war jedoch auch deutlich defensiver als noch bei der 0:2-Niederlage in Münster. „Die Basis ist immer die Defensive. Wir wollten auf keinen Fall wieder ins offene Messer laufen und uns zu Hause auskontern lassen“, erklärte Hildmann seine Philosophie.

Seine Systemumstellungen in der Winterpause haben bis jetzt nicht den erhofften Effekt erzielt. Die magere Bilanz von einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage steht zu Buche. Somit muss sich der mit dem klar formulierten Ziel Wiederaufstieg in die Runde gestartete Traditionsverein allmählich neu orientieren. Bei zwölf Zählern Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz kann kaum noch von der Zweitliga-Rückkehr gesprochen werden.

Ganz im Gegenteil: Die Abstiegszone ist nur fünf Zähler entfernt. Zudem geht es am Samstag zum Südwest-Derby beim Tabellenzweiten Karlsruher SC. Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Martin Bader müssen sich allmählich Fehler in der Kaderzusammenstellung eingestehen. Der jetzigen Mannschaft fehlt es insbesondere in der Offensive an Format, um Spitzenmannschaften Paroli zu bieten. dpa