1. FCK

Fußball Hoffnung beim FCK auf erfolgreiche Planinsolvenz

Mehr Chance als Risiko

Archivartikel

Kaiserslautern.Nach dem Antrag des 1. FC Kaiserslautern auf Eigeninsolvenz hofft nicht nur Vereinslegende Horst Eckel auf eine Zukunft des Traditionsclubs. Der 88-Jährige äußerte sich zurückhaltend zur Entscheidung des hochverschuldeten Fußball-Drittligisten, in Planinsolvenz zu gehen. Er könne sich nicht im Detail dazu äußern, sagte Eckel der „Rheinpfalz“. Der letzte noch lebende deutsche Weltmeister von 1954 erklärte: „Ich bin nicht nah genug am Verein und habe nicht genügend Informationen.“

Der Beiratssprecher und frühere WM-Schiedsrichter Markus Merk bemühte den Mythos vom Betzenberg. „Wir sind in der Nachspielzeit und hier in Kaiserslautern wissen wir, dass wir das Spiel dann immer gedreht haben“, sagte der 58-Jährige in der ARD. „Gegen die Behauptung, wir hätten eine Insolvenz geplant, wehren wir uns energisch. Wir können anhand von Fakten beweisen, dass das bis Mitte März für uns kein Thema war“, sagte Merk.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und heutige Trainer der deutschen U-21-Auswahl Stefan Kuntz hält die Planinsolvenz für folgerichtig. „Das WM-Stadion ist wie ein Klotz am Bein. Und der Standort an sich hat nicht so wahnsinnig viele Sponsoren“, sagte er bei „Nitro“.

Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sieht mehr Chance als Risiko für den FCK. „Am schönsten wäre, wenn man die Planinsolvenz durch eine Einigung mit den bisherigen Geldgebern beenden könnte und dadurch ein Neuanfang möglich wäre“, sagte er. dpa