1. FCK

Fußball Neuer Trainer des FCK stimmt sich mit Video-Material auf ein „spezielles Spiel“ ein / Pourié und Sickinger angeschlagen

Saibene will Fans eine Freude bereiten

Archivartikel

Kaiserslautern.Die Vorfreude auf das Südwest-Derby in der 3. Fußball-Liga gegen Waldhof Mannheim ist beim 1. FC Kaiserslautern riesengroß. Zudem steht der neue Cheftrainer Jeff Saibene, seit knapp einer Woche im Amt, vor seinem ersten Heimspiel im Fritz-Walter-Stadion. „Wie ich in den vergangenen Tagen bemerkt habe, ist diese Partie ein spezielles Spiel. Es gibt zu diesem Derby viele Bilder im Internet. Die habe ich mir auch selbst angeschaut“, sagte der Luxemburger am Donnerstag.

Das Spiel am Samstag (14 Uhr) werde das bisher extremste und spannendste Derby, das er erlebe. „Ich freue mich auf den Moment, wenn wir am Samstag raus auf den Platz gehen. Meine Familie wird auch im Stadion sein. Wir wollen den Fans eine Freude bereiten“, sagte der 52 Jahre alte Saibene. Bis zu 7500 Zuschauer dürfen die Partie auf dem Betzenberg verfolgen.

Marvin Pourié hat seine Gelb-Rot-Sperre zwar abgesessen, droht aber ebenso auszufallen wie Kapitän Carlo Sickinger. Saibene bezeichnete das Mitwirken der beiden angeschlagenen Akteure als „sehr, sehr fraglich“. Ob die beiden am Montag verpflichteten Neuzugänge Kenny Prince Redondo und Daniel Hanslik erstmals im Kader des FCK stehen, will der Coach kurzfristig entscheiden. Auch über den kommenden Gegner ist Saibene entsprechend informiert. „In Mannheim hat es zur neuen Saison einen großen Umbruch gegeben. Bisher sind sie aber ungeschlagen und haben die ersten Spiele ordentlich absolviert“, sagte der Coach. „Entsprechend werden wir uns gut vorbereiten und uns vor allem auf uns fokussieren.“

Polizei auf alles vorbereitet

Das das Derby immer auch Krawallmacher aus beiden Lagern besonders motiviert, ist die Polizei auf alles vorbereitet, rechnet aufgrund der Beschränkungen dieses Mal aber nicht mit Zwischenfällen. Vor einem Jahr hatte es vor dem Duell auf dem Betzenberg noch unschöne Aktionen gegeben. Zunächst schlug eine Gruppe aus dem Fan-Umfeld der Mannheimer am Elf-Freunde-Kreisel in Kaiserslautern zwei Beton-Figuren die Köpfe ab. Die Figuren erinnern an die Weltmeister von 1954. Anschließend „revanchierten“ sich Anhänger des FCK, als sie unweit des Carl-Benz-Stadions in Mannheim ein mit Anti-Waldhof-Parolen beschmiertes Schwein aussetzten.

Bis zum Freitagabend hatte es im Vorfeld keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben, nur am vergangenen Samstag kam es am Rand des Spiels FV Dudenhofen gegen den FSV Jägersburg zu einer unschönen Begegnung eines 27-Jährigen aus Mittelbach mit einer fünfköpfigen Gruppe von FCK-Fans. Der Mann war ausgerechnet im „Feindesland“ mit Waldhof-Fanartikeln bekleidet, was unangenehme Folgen hatte. Als er mit einem 20-Jährigen aus Römerberg zu seinem Auto ging, wurde er unter Androhung von Schlägen dazu gezwungen, seine Fan-Artikel auszuhändigen. Mit ihrer Beute im Wert von 80 Euro flohen die Täter Richtung Ortsausgang. 

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