1. FCK

Fußball Rechtsstreit um Gerry Ehrmann geht an den Verband

Schlichtung statt Güte

Kaiserslautern.Das Arbeitsgericht Kaiserslautern hat am Montag die Aussetzung des Rechtsstreits zwischen Gerry Ehrmann und Drittligist 1. FC Kaiserslautern bis zum Abschluss des Schlichtungsverfahrens beim Südwestdeutschen Fußballverband e.V. beschlossen. Der für Dienstag angesetzte Gütetermin wird damit nicht stattfinden, wie es in einer Mitteilung hieß.

Das Gericht argumentierte, dass die DFB-Ausbildungsordnung zwischen den Parteien wirksam vereinbart wurde. Damit sei der 1. FC Kaiserslautern als Drittligist nach dem Statut der 3. Liga an diese Ausbildungsordnung gebunden. Diese sieht ein Schlichtungsverfahren vor dem jeweils zuständigen Fußballverband vor.

Weitreichende Entscheidung

Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht ist durch die Entscheidung aber nicht gänzlich hinfällig. Das Schlichtungsverfahren beim SWFV ist lediglich vorgeschaltet. Sollten beide Parteien zu keiner Einigung kommen, wird das Verfahren beim Arbeitsgericht in Kaiserslautern fortgesetzt.

Die Klage Ehrmanns richtet sich nicht nur gegen die am 6. März vom FCK ausgesprochene fristlose Kündigung, sondern auch gegen die Gültigkeit der Befristung seines aktuellen Vertrages.

Ein Urteil könnte weitreichende Folgen haben. Sollte Ehrmann Recht bekommen, könnten auch Betreuer anderer Vereine die Entfristung ihrer Verträge einfordern.