1. FCK

Fußball Spannung beim 1. FC Kaiserslautern

Tag der Entscheidung

Archivartikel

Kaiserslautern.Die internen Unruhen beim wirtschaftlich tief in der Krise steckenden 1. FC Kaiserslautern nehmen kein Ende. Doch zumindest sportlich feierte der Fußball-Drittligist wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Durch den 4:0(0:0)-Erfolg über die SpVgg Unterhaching sicherte sich der einstige Aufstiegs-Favorit nach einer enttäuschenden Saison am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt. Doch alle Augen sind auf diesen Montag gerichtet, an dem eine wichtige Entscheidung hinsichtlich der Lizenz fallen könnte.

Denn ob die Pfälzer die finanziellen Mittel aufbringen können, um auch nächstes Jahr in der 3. Liga an den Start zu gehen, ist weiter offen. Abseits des Platzes zeichnet sich immer mehr ab: Gelingt dem FCK kein Deal mit dem potenziellen Geldgeber Becca, droht die Nichterteilung der Drittliga-Lizenz. „Die Situation ist ernst“, erklärte Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt. Dabei sei die Perspektive am Freitag noch in Ordnung gewesen, meinte der 50-Jährige. Doch die Diskussion um eine mögliche Absetzung von Sport-Geschäftsführer Martin Bader habe den Fritz-Walter-Club wieder weit zurückgeworfen.

„Nachdem die Geschäftsführung in Frage gestellt wurde, ist der eine oder andere Finanzpartner von seinem Engagement zurückgetreten“, berichtete Klatt. Nun hoffen die Verantwortlichen auf die Unterstützung Beccas. Doch der Immobilienkaufmann stellt für sein Darlehen von 2,6 Millionen Euro eine brisante Forderung: Beiratsmitglied Michael Littig, der die Absetzung Baders avisierte, muss bis zum Montag von seinem Amt zurücktreten, sonst verfalle das Angebot.