1899 Hoffenheim

Fußball Hoffenheim verliert 1:2 in Wolfsburg

Drama in der Nachspielzeit

Archivartikel

Wolfsburg.Die TSG 1899 Hoffenheim kann offenbar nur noch in der Europa League gewinnen. Das Team von Sebastian Hoeneß verlor am Samstag mit 1:2 (0:2) beim VfL Wolfsburg und blieb damit bereits das fünfte Bundesliga-Spiel in Serie sieglos. Die Tore von Renato Steffen (6. Minute) und Wout Weghorst (26.) sorgten nebenbei auch noch für eine kleine sportliche Revanche zwischen den beiden Clubs: Denn die Hoffenheimer hatten den Wolfsburgern am letzten Spieltag der vergangenen Saison den letzten direkt zu vergebenen Platz in der Europa League weggeschnappt.

Der Sieg hätte auch höher ausfallen können, doch Weghorst schoss in der 84. Minute einen Foulelfmeter neben das Tor. Stattdessen kam Hoffenheim durch Sargis Adamyan in der 87. Minute zum Anschlusstreffer. Munas Dabbur verschoss in der Nachspielzeit einen Handelfmeter und vergab damit das Remis für Hoffenheim. Seit dem furiosen 4:1 über den FC Bayern im September warten die Kraichgauer damit auf einen Sieg. In der Tabelle wird der Abstand auf die vorderen Ränge, die für eine weitere internationale Teilnahme nötig wären, immer größer.

„Natürlich ist es ein Fakt, dass wir viele Spiele absolvieren und keine Möglichkeit haben, die Belastung zu steuern. Heute hätten wir den einen oder anderen auf dem Platz gebrauchen können. Aber ich fange jetzt nicht an, zu lamentieren“, befand Trainer Hoeneß. Es habe aber nicht an der Kraftfrage gelegen, sondern „eher das Mentale. Da müssen wir uns eine andere Kraft aneignen“, fügte der Chefcoach an.

Doch über Hoffenheim redete vor dem Spiel kaum jemand. Vielmehr drehte sich alles um die Differenzen zwischen VfL-Trainer Oliver Glasner und Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke, nachdem der Österreicher am Donnerstag und Freitag bei gleich zwei Gelegenheiten das Scheitern einer weiteren Offensiv-Verpflichtung beklagt hatte. Schmadtke kritisierte daraufhin Zeitpunkt wie auch Art und Weise dieser Äußerungen („Das ist ja nicht Phantasialand hier“). Doch das Hoffenheim-Spiel dimmte die Aufregung wieder deutlich herunter.

Zum einen zeigten sich die Spieler davon völlig unbeeindruckt und hätten schon nach zehn Minuten mit 3:0 führen können. Zum anderen ordnete Glasner seine Aussagen in einem Sky-Interview noch einmal ein. „Ich habe das überhaupt nicht als Kritik aufgefasst. So ist es auch nicht zu verstehen“, erklärte der 46-Jährige. „Ich habe gesagt: Wir. Ich habe nicht einmal gesagt: Ich hatte diese Ideen und die sportliche Leitung hatte andere Ideen. Wir hatten die gleichen Ideen, die wir nur auf einer einzigen Position nicht realisieren konnten.“ 

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