1899 Hoffenheim

Fußball Trainer Julian Nagelsmann will gegen Nürnberg mit mehreren Lösungen zum Erfolg kommen / Kerem Demirbay fällt mit Wadenverletzung aus

Hoffenheim hat einen „Plan B“ in der Tasche

Zuzenhausen.Die TSG Hoffenheim hinkt ihren Zielen in der Fußball-Bundesliga derzeit ziemlich hinterher. Platz neun ist nicht das, was sich Trainer Julian Nagelsmann in seiner Abschiedssaison vorgestellt hat. Er hofft daher auf einen starken Endspurt.

Im Kampf um einen internationalen Startplatz darf sich die TSG gegen Schlusslicht 1. FC Nürnberg deswegen keinen Ausrutscher leisten. „Natürlich müssen wir gewinnen, wenn wir in der Bundesliga Ansprüche anmelden wollen“, sagte TSG-Trainer Julian Nagelsmann am Freitag und kündigte für die wichtige Partie an diesem Sonntag (15.30 Uhr) an: „Die Jungs gehen heiß auf das Feld.“

Die Gäste erwartet Nagelsmann etwas offensiver als zuletzt, weil auch sie „gewinnen müssen, wenn sie in der Liga bleiben wollen“. Immerhin liegt der letzte Erfolg der Franken schon fast ein halbes Jahr zurück.

Orientieren will sich die TSG am Aufsteiger aber nicht. „Wir haben mehrere Lösungen im Kopf und einen Plan B in der Tasche“, verkündete Nagelsmann. „Wir wollen verschiedene Stilmittel einsetzen, um den Gegner vor unterschiedliche Herausforderungen zu stellen.“

Zehn Spieltage vor Saisonende ist Hoffenheim mit 34 Punkten nur Tabellenneunter. Fünf Zähler beträgt der Rückstand auf Rang sechs, der einen Platz in der Europa League garantiert. Nagelsmann hofft daher auf einen ähnlich starken Endspurt wie im Vorjahr, als die TSG mit Platz drei das beste Bundesliga-Ergebnis der Vereinsgeschichte verbuchte. „Wir müssen nicht über eine Punktevorgabe für die nächsten Wochen sprechen. Wir müssen stabile Ergebnisse liefern“, betonte Nagelsmann.

Schwierige Personallage

Er hofft daher, dass sich die Personallage in den kommenden Wochen weiter entspannt. „Es ist wichtig, dass die verletzten Spieler zurückkommen, damit wir im Training und im Spiel mehr Gas geben können“, sagte Nagelsmann.

Gegen den „Club“ muss er neben dem gesperrten Abwehrspieler Kasim Adams und Mittelfeldspieler Dennis Geiger (Leistenoperation) auch auf Regisseur Kerem Demirbay verzichten. Der 25-Jährige fehlt wegen einer Wadenverletzung, die er sich im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (2:3) zugezogen hatte. „Er kann sich nicht schmerzfrei bewegen“, berichtete Nagelsmann über seinen verletzten Schlüsselspieler.

Hohe Belastung

Ansonsten hat sich die Personallage bei der TSG zwar etwas verbessert, doch so richtig zufrieden ist der 31-Jährige nicht. „Es werden einige Spieler im Kader stehen, die nur 20, 30 Minuten spielen können“, sagte Nagelsmann.

Die Fülle der zuletzt aufgetretenen Verletzungen führt er auf die hohe Belastung im Saisonverlauf zurück. „Alle Spieler müssen in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen. Irgendwann meldet sich dann der Körper und erzwingt eine Auszeit“, sagte Nagelsmann. dpa