1899 Hoffenheim

Fußball Klare Mehrheit der Trainer sieht wieder FC Bayern vorne

Nagelsmann überrascht mit seinem Meister-Tipp

Frankfurt.Wenn Niko Kovac dürfte, würde der neue Bayern-Trainer viel Geld auf die Titelverteidigung mit dem Rekord-Champion aus München wetten. „Natürlich sind wir so selbstbewusst zu sagen, dass wir deutscher Meister werden wollen“, erklärt Kovac die Bayern auch in der Saison 2018/19 zum großen Meisterschaftsfavoriten. Damit liegt der Kroate im Trend: Nur drei von 18 Trainern oder Managern der Bundesliga legten sich in einer Umfrage nicht auf den Rekordmeister fest.

Die Mehrheit der Experten erwartet die Bayern ganz vorn – so wie in den vergangenen sechs Jahren. Nach Ansicht von Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke könnte nur Spannung aufkommen, „wenn es einen Play-off-Modus geben würde“. Derzeit eine Utopie. Daher unkt Reschke: „Bayern München wird wohl mindestens in den nächsten drei Jahren deutscher Meister. Die wirtschaftliche und sportliche Dominanz ist einfach viel zu deutlich.“

Favre setzt auf Faktor Zeit

Im Vorjahr distanzierten die Bayern Vizemeister Schalke 04 um 21 Punkte. Also wieder Langeweile pur? Nicht unbedingt, sagt Julian Nagelsmann. Der Trainer von 1899 Hoffenheim verblüffte unlängst schon mit einer forschen Kampfansage an die Bayern und bringt nun einen weiteren Titelkandidaten ins Spiel: „Ich sage mal was anderes, weil sicherlich die meisten den FC Bayern nehmen: Bayer Leverkusen. Das ist eine gute Mannschaft.“ Solche Komplimente dürfte Heiko Herrlich gerne hören. Auch der Bayer-Trainer glaubt an eine Wachablösung – allerdings durch ein anderes Team. Sein Meistertipp: „Borussia Dortmund. Ich habe schon im Vorjahr auf den BVB getippt und bleibe bei dieser Einschätzung. Der BVB hat einen super Kader, der noch gezielt verstärkt wurde. Und Lucien Favre wird wieder Ordnung reinbringen.“ Das glauben viele Experten wie Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der ein heißes Titelduell zwischen den Bayern und dem BVB erwartet.

Favre traut sich mit dem BVB durchaus eine erfolgreiche Attacke auf den Branchenprimus aus dem Süden der Republik zu. Allerdings nicht auf Anhieb. „Zumindest in dieser Saison müssen wir realistisch sein: Wir stehen vor einem Neustart, der Zeit braucht – ziemlich sicher auch mehr als nur eine Transferperiode“, sagt Favre. dpa

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