1899 Hoffenheim

Fußball Hoffenheims Trainer spricht vor Freiburg-Spiel über Vorbild

Schreuder würde gern mit Löw essen gehen

Zuzenhausen.Vor dem badischen Bundesliga-Duell gegen den SC Freiburg hat Alfred Schreuder (Bild) seinen Trainer-Kollegen Christian Streich geadelt. „Ich liebe die Art und Weise, wie er den Fußball sieht und wie er arbeitet. Er muss auch immer seine besten Spieler verkaufen. Er ist ein großes Vorbild für die Trainer in der Bundesliga, auch für mich“, sagte der 46-jährige Niederländer am Freitag. Auf die Frage, mit welchem anderen Fußballlehrer er am liebsten mal essen gehen würde, nannte der neue Coach der Kraichgauer ebenfalls einen Freiburger – Bundestrainer Joachim Löw. „Wenn ein Coach so viel geleistet und mit Deutschland so viel erreicht hat und jetzt wieder eine neue Generation aufbauen muss, dann hat er brutale Qualität als Trainer und noch viel mehr als Mensch“, erklärte der Nachfolger von Julian Nagelsmann.

Schreuder verwies auch darauf, dass Löw ihn, als er 30 Jahre alt war, mal als Spieler zu Austria Wien holen wollte. Der spätere Weltmeister-Trainer betreute von 2003 bis 2004 den österreichischen Club. „Ich habe es am Ende nicht gemacht und bin zu Feyenoord Rotterdam gewechselt“, sagte Schreuder. Bei einem gemeinsamen Treffen könne er Löw vielleicht erklären, warum der Wechsel nicht zustande kam.

Bei allem Respekt vor Streich steht für den Hoffenheimer Chefcoach am Samstag (15.30 Uhr) der angestrebte zweite Saisonsieg im Vordergrund. „Wenn wir die Ruhe behalten, haben wir am Ende die Chance, das Spiel zu gewinnen“, sagte Schreuder, der mit einer „sehr intensiven“ Partie gegen die gut gestarteten Breisgauer rechnet.

Schreuder verteidigte wie schon zuvor Sportchef Alexander Rosen die Vertragsklausel, wonach Offensivakteur Vincenzo Grifo nach seinem späten Wechsel von Hoffenheim nach Freiburg am Samstag gegen seinen Ex-Club nicht zum Einsatz kommen darf. „Das ist eine besondere Situation. Der Wunsch des Spielers war zu wechseln. Wir wollten unbedingt mit ihm weitermachen. Wir haben auch Potenzial in ihm gesehen.“

Die Hoffenheimer müssen auf Rekordeinkauf Diadie Samassékou (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten. Dafür ist Benjamin Hübner (Nacken) nach Schreuders Angaben wieder „topfit“.