1899 Hoffenheim

Fußball TSG Hoffenheim kämpft im Duell mit Leverkusen gegen ihren Heimkomplex

Spannendes Wiedersehen

Archivartikel

Zuzenhausen.Dass ihn sein Kumpel Peter Bosz beim Gastspiel von Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) in der Sinsheimer Arena taktisch überraschen wird, glaubt Alfred Schreuder nicht. Dafür kennen sich die beiden Fußball-Trainer viel zu gut. Der Hoffenheimer Trainer fordert diesmal eine mutigere Herangehensweise seines Teams, nachdem er beim 0:0 im Hinspiel auf eine sehr defensive Ausrichtung gesetzt hatte. „Wir sind jetzt in unserer Entwicklung einen Schritt weiter“, betont der 47-Jährige vor dem Duell mit der zweitbesten Auswärtsmannschaft der Bundesliga. Gleichwohl bleibt natürlich die bisher maue Heimbilanz im Hinterkopf.

Demirbay hofft auf Torpremiere

Kerem Demirbay, der vor der Saison von der TSG zur Werkself wechselte, erwartet auch deshalb einen stürmischen Gegner. „Ich hoffe, dass sie mitkicken, sonst werden sie von ihren Zuschauern ausgepfiffen“, berichtet der Ex-Nationalspieler, der nach einem schwierigen Start beim Tabellenfünften immer besser in Schwung kommt und bei den Siegen gegen Paderborn und Düsseldorf zu den Aktivposten zählte. Das Mittelfeld-Ass freut sich „extrem“ auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen und wünscht sich seinen „ersten Treffer für Bayer und drei Punkte“. Das will Schreuder – der sich auf das Kräftemessen mit Demirbay und dem zweiten Seitenwechsler Nadiem Amiri („Er bleibt ein großes Talent“) freut – natürlich verhindern. „Wenn unsere Konterabsicherung so gut wie gegen Dortmund und Bremen ist, haben wir eine große Siegchance. Wir können zeigen, wie stark wir sind“, erklärte der Niederländer, der die schwache erste Halbzeit beim 3:0 über Werder mit seiner Mannschaft aufgearbeitet hat. Seine Profis nimmt er folgerichtig in die Pflicht: „Am Ende entscheidet die Leistung der Jungs auf dem Platz.“ Mit einem Heimerfolg könnte die TSG den Abstand auf den Champions-League-Anwärter bis auf einen Zähler reduzieren.

Während Robert Skov und Havard Nordtveit wieder fit sind, wird Dennis Geiger mit einer Muskelverletzung zwei bis drei Wochen ausfallen. Mit Torhüter Oliver Baumann rechnet Schreuder nach dessen Knie-Operation frühestens zum Match beim SC Freiburg am 8. Februar. „Es sieht sehr gut aus“, berichtet der Coach zur bisherigen Reha seiner Nummer 1.

Brenet zu Arnheim

Keine Rolle in seinen Planungen spielt Joshua Brenet. Der Außenverteidiger soll bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim ausgeliehen werden. Der ebenfalls wechselwillige Philipp Ochs hat noch keinen neuen Verein gefunden.

Unterdessen haben die TSG und SAP ihren Vertrag bis 2025 verlängert. Der Softwarekonzern ist bereits seit der Saison 2013/14 Haupt- und Trikotsponsor der Kraichgauer. Über finanzielle Konditionen machten beide Seite keine Angaben. Nach Informationen dieser Zeitung überwies SAP bisher pro Spielzeit etwa fünf Millionen Euro.

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