1899 Hoffenheim

Fußball Hoffenheimer Winter-Leihgabe überzeugt beim VfB

Steven Zuber blüht in Stuttgart auf

Stuttgart.Steven Zuber kann wieder lachen. Der Wechsel auf Leihbasis zum VfB Stuttgart am 9. Januar war für den Schweizer genau der richtige Schritt, nachdem der Nationalspieler bei der TSG Hoffenheim auch in der Bundesliga-Rückrunde keine Chance auf einen Stammplatz sah. „Ich fühle mich sehr wohl in Stuttgart. Ich bekomme hier die Einsatzzeiten, ich bekomme hier das Vertrauen vom Trainer, vom ganzen Verein und der Mannschaft. Ich fühle mich gut“, berichtete Zuber in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ gut gelaunt und wirkte befreit – trotz Abstiegskampf.

Keine Spur mehr von der in der Hinrunde aufgestauten Unzufriedenheit, als Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann zwar immer wieder die Trainingsmoral des 27-Jährigen lobte, aber letztendlich nur zwei Bundesliga-Einsätze über 90 Minuten heraussprangen.

Zubers Bilanz beim Tabellen-16. aus Schwaben beeindruckt. Bei acht Einsätzen – allesamt in der Startelf – gelangen dem zu Hoffenheimer Zeiten oft schüchternen Schweizer vier Tore und eine Vorlage. Die Dynamik und Technik des Linksfuß helfen dem VfB – und machen den ehrgeizigen Zuber, der seine eigene Leistung stets kritisch hinterfragt, selbstbewusst. Er braucht ein Umfeld, das ihm vertraut, um sein Optimum zu erreichen. So wie vor zwei Jahren, als er in Hoffenheim als linker Außenbahnspieler brillierte und unersetzlich war. Doch mit der Leistungsexplosion von Nico Schulz zum DFB-Nationalspieler rückte Zuber Schritt für Schritt in den Hintergrund. Auch der Wunsch zu Saisonbeginn, künftig im Mittelfeld auf der Achterposition aufzulaufen, ging für den WM-Teilnehmer nicht in Erfüllung.

TSG-Vertrag bis 2020

Jetzt wirbelt er in Stuttgart wieder auf der Außenbahn – und kann sich eine Zukunft beim VfB über die Saison hinaus vorstellen. „Klar, vertraglich bin ich noch in Hoffenheim. Aber im Fußball ist alles möglich“, erklärte Zuber. Sein Vertrag bei der TSG läuft noch bis Juni 2020, der Marktwert liegt bei zehn Millionen Euro. Eine Kaufoption besitzt der VfB nicht, wodurch Zubers Zukunft in Händen der Kraichgauer liegt, die noch immer keinen Nachfolger für Nagelsmann präsentiert haben. Entscheidend wird sein, ob der neue Coach auf Zuber setzt. Wenn nicht, dürften aufgrund der starken Leistungen im VfB-Trikot einige interessierte Clubs an Hoffenheim herantreten. Um im Rennen zu bleiben, ist der Klassenerhalt für Stuttgart eine Grundvoraussetzung – und dafür wäre ein Heimsieg über die TSG am Samstag (15.30 Uhr) sehr hilfreich. Zuber wird auf jeden Fall mit sehr großer Motivation ins Duell mit seinen Ex-Kollegen gehen.