1899 Hoffenheim

Fußball Manager Rosen will alle Kräfte mobilisieren

TSG Hoffenheim im verbalen Angriffsmodus

Archivartikel

Sinsheim.Dem bitteren 1:4 gegen den VfL Wolfsburg folgte umgehend eine Kampfansage der TSG Hoffenheim. „Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass wir nach wie vor voll im Rennen sind – jetzt natürlich wieder als Jäger. Es ist eine ganz enge Kiste da vorne“, erklärte Manager Alexander Rosen via Club-TV. „Vielleicht muss man unseren Jungs so ein Spiel einmal zugestehen, nachdem sie über Wochen Topleistungen abgerufen haben. Wir können aber noch neun Punkte holen. Wenn das gelingt, kann es noch für den ganz großen Wurf reichen.“

Drei Spieltage vor Saisonende stehen die Kraichgauer auf Platz sieben, dem letzten zur Teilnahme an der Europa League berechtigenden Rang. Auf Eintracht Frankfurt, das als Vierter den letzten Champions-League-Rang einnimmt, beträgt der Rückstand vier Zähler, der Achte aus Wolfsburg hat einen Punkt Rückstand auf die TSG.

Rosen bekräftigt Fan-Kritik

„Wir müssen alle Kräfte mobilisieren“, unterstrich Rosen – und forderte die volle Unterstützung der Anhänger: „Ich möchte mich bei den großartigen Fans in der Südkurve bedanken. Diese Verhalten darf sich gerne auf die anderen Tribünen übertragen, denn das war gegen Wolfsburg ausbaufähig.“ Trainer Julian Nagelsmann hatte bereits unmittelbar nach der schmerzhaften Niederlage Teile des Publikums kritisiert, weil diese gepfiffen und das Stadion vorzeitig verlassen hatten (wir berichteten). Für das nächste Match beim direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach, der einen Punkt Vorsprung auf die TSG hat, erwartet Rosen wieder eine bessere Chancenverwertung und mehr Kreativität. Für diese soll im Borussia-Park der gegen Wolfsburg gesperrte Kerem Demirbay sorgen, den Hoffenheim am Sonntag nicht gleichwertig ersetzen konnte. Zudem könnte Lukas Rupp, der erstmals seit seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr wieder auf der Bank saß, eine Alternative sein.

Der Blick von Abwehrmann Ermin Bicakcic richtet sich nach vorne. „Wir müssen diese Niederlage ganz schnell abhaken“, sagte der bosnische Nationalspieler. „Wir hatten durch die anderen Ergebnisse eine große Chance, aber noch ist nichts verloren. Alles ist offen.“ Nach dem beim Stand von 1:0 verschossenen Elfmeter von Andrej Kramaric sei es „ein psychologisches Ding“ gewesen, analysierte der Verteidiger.

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