1899 Hoffenheim

Fußball Hoffenheim beteiligt sich nicht an FCB-Spekulationen

Wirbel um TSG-Torjäger Kramaric

Archivartikel

Zuzenhausen.Sebastian Hoeneß lässt sich vor dem Bundesliga-Match bei Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) nicht vom angeblichen Interesse des FC Bayern an Stürmerstar Andrej Kramaric (Bild) aus der Ruhe bringen. „Ich werde mich nicht an den Spekulationen beteiligen. Andrej war in dieser Woche im Training sehr fokussiert“, erklärt der Trainer der TSG Hoffenheim und ergänzt mit ruhiger Stimme: „Ich sehe keinen Grund, mir von ihm eine Zusage geben zu lassen, dass er bleibt. Das Thema ist bei uns nicht so präsent wie in den Medien.“

Dass die Münchner den kroatischen Vize-Weltmeister bei ihren Transferplänen zumindest auf der Liste haben, verwundert wenig. Der 29-Jährige glänzte beim 4:1-Coup der Kraichgauer gegen den Rekordmeister mit zwei Treffern – und hat bereits im ersten Liga-Spiel in Köln drei Mal geknipst. „Andrej ist bei der TSG auf dem Weg zum Legendenstatus. Er kann den Unterschied machen – und das macht er gerade in steter Regelmäßigkeit“, lobt Hoeneß. „Andrej hat eine super Akzeptanz im Team und übernimmt eine Führungsrolle.“ Und die soll der Angreifer des Spitzenreiters auch in Frankfurt wieder übernehmen. „Der Junge ist körperlich in sehr guter Verfassung und strotzt vor Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass er seinen Lauf fortsetzt“, erläutert der TSG-Coach, der Transferaktivitäten nach dem Kreuzbandriss von Verteidiger Ermin Bicakcic nicht ausschließen will.

40 Millionen Euro als Ablöse?

Bis zum 5. Oktober läuft der Poker um Last-Minute-Wechsel noch. „Andrej fühlt sich in Hoffenheim sehr wohl und hat keine Eile, den Club zu verlassen. Wenn aber ein konkretes Angebot eines Top-Vereins kommt, das auch für Hoffenheim interessant ist, dann werden wir darüber sprechen“, sagt Kramaric-Berater Vincenzo Cavaliere, dessen Klient im Kraichgau noch einen Vertrag bis 2022 besitzt. Das Werben des FCB wird bis Montag wohl kaum erfolgreich sein. Die angebliche Ablöseforderung mit rund 40 Millionen Euro soll den Münchnern nach übereinstimmenden Medienberichten zu hoch sein.