Adler Mannheim

Adler Marcel Goc beendet Karriere nach der Saison

Archivartikel

Adler Marcel Goc wird nach dieser Saison seine Karriere beenden. Das teilte der Mannheimer Eishockeyverein mit. In den vergangenen Monaten habe der 36-Jährige Kapitän der Blau-Weiß-Roten sich für diesen Schritt entschlossen.

Für die Mannheimer hat der gebürtige Calwer bislang über 200 Einsätze auf dem Buckel. In der Saison 2001/02 stand der Angreifer erstmals  für die Adler auf dem Eis. Sein Weg führte ihn damals von den Schwenninger Wild Wings in die Quadratestadt. Ein Jahr später zog es Goc über den großen Teich, um in Nordamerika sein Glück zu versuchen. An 20. Stelle wurde er damals von den San Jose Sharks gedraftet. In Kalifornien absolvierte Goc 290 NHL-Partien. Für Nashville, Florida, Pittsburgh und St. Louis kamen 400 weitere Spiele dazu. 2015 kehrte er zurück zu den Adlern.

2018 erreichte Goc mit der Nationalmannschaft sensationell das Finale des Olympischen Turniers im südkoreanischen Pyeongchang. Trotz der Niederlage gegen Russland wurde Silber „gewonnen“. In der vergangenen Spielzeit führte er als Kapitän des Teams von Trainer Pavel Gross die Adler zur deutschen Meisterschaft.

Goc freut sich ein letztes Mal auf Playoffs

„Diese Entscheidung, die mir alles andere als leichtgefallen ist, habe ich gemeinsam mit meiner Familie getroffen. Mit der Bekanntgabe habe ich nun den Kopf frei und kann mich voll und ganz auf die noch vor uns liegenden Herausforderungen konzentrieren. Schließlich möchte ich noch einmal eine Playoff-Runde spielen, die es in sich hat. In diesem Sinne freue ich mich auf ganz besondere letzte Wochen mit den Adlern“, kommentierte Goc seinen Entschluss, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen.

Die Adler bedankten sich schon jetzt bei ihrem Kapitän und würdigten seine Karriere: „Marcels Verdienste für den Club und das deutsche Eishockey sind unbestritten. Wer über eine solch lange Zeit auf diesem Niveau erfolgreich ist, gehört zweifellos zu den besten deutschen Spielern“, reagierte Gesellschafter Daniel Hopp auf das bevorstehende Karriereende des Stürmers. Mit Herzblut und Ehrgeiz habe er seine Arbeit auf dem Eis verrichtet. Nun wird nach der Saison eine große Lücke im Kader der Mannheimer befürchtet, die es zu schließen gilt. Darüber hinaus verlieren Mannschaft und Verein auch einen besonderen Menschen, heißt es weiter. „Dennoch haben wir für seinen Entschluss volles Verständnis und ziehen respektvoll unseren Hut vor einer beeindruckenden Karriere“, betonte Hopp.

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