Adler Mannheim

Saisonstart verschoben

Adler müssen warten: DEL-Start nicht vor November – möglichst mit Fans

Archivartikel

Neuss.Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat den für Mitte September geplanten Saisonstart verschoben. Darauf einigten sich nach Angaben des Verbands alle 14 Clubs der Liga. Der erste Puck soll demnach nicht vor November fallen. Die Liga sehe sich wegen der weiter bestehenden Einschränkungen für Großveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie dazu gezwungen. „Besonders die Verbote im Hinblick auf Großveranstaltungen, die zum Beispiel in Berlin und Baden-Württemberg bereits bis Ende Oktober feststehen, erlauben uns keine andere Entscheidung“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold.

Binder: „Nahezu alternativlos“

„Aufgrund des Großveranstaltungsverbots bis Ende Oktober war die Entscheidung, den Saisonstart zu verschieben, nahezu alternativlos. Denn Geisterspiele stellen für die Clubs leider keine Option dar, da sie von den Zuschauereinnahmen abhängig sind. In enger Absprache mit den Clubs wird die Liga nun alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um im November mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder vor Zuschauern spielen zu können“, so Matthias Binder, Geschäftsführer der Adler Mannheim.

Die DEL ist fest entschlossen, die kommende Saison mit Unterstützung der Fans von den Rängen auszutragen. „Unser Ziel ist, dass wir im November wieder vor Zuschauern spielen können“, betont Geschäftsführer Gernot Tripcke. Das hat auch wirtschaftliche Gründe, spülen die Zuschauer doch viel Geld in die Kassen der Clubs. Somit arbeitet die DEL derzeit an einem Leitfaden für Spiele vor Publikum. Dieser liege dem Bundesministerium für Gesundheit bereits vor. „Wir setzen große Hoffnungen darauf, dass es positiv gewertet wird. Auf dieser Basis ist es dann an den Clubs und Arenen, lokale Lösungen zu finden“, so Tripcke weiter.

Da die Spiele möglichst vor Fans ausgetragen werden sollen, kann Aufsichtsratsvorsitzender Arnold dem späteren Saisonbeginn, der eigentlich für den 18. September geplant war, auch etwas Positives abgewinnen. Die Liga würde „wertvolle Zeit“ gewinnen, „um mit Unterstützung der Politik die Chance zu erhöhen, ab November wieder vor Zuschauern Eishockey zu spielen“, hebt Arnold hervor. Der traditionelle Deutschland-Cup soll von den Plänen übrigens nicht betroffen sein. DEL und Deutscher Eishockey-Bund (DEB) seien diesbezüglich im engen Austausch. „Der Deutschland-Cup, der für den 5. bis 8. November terminiert ist, ist im Terminkalender eine feste Größe und wird in diesem Zusammenhang selbstverständlich berücksichtigt“, sagt Aufsichtsrat Daniel Hopp, der zugleich Vizepräsident beim DEB ist.

Alle 14 Clubs erhalten Lizenz

Die DEL plant momentan mit 52 Hauptrundenspielen sowie einem leicht angepassten Play-Off-Modus („best of three“ in der ersten  Play-Off-Runde, „best of five“ ab Viertelfinale). An diesen dürfen in der kommenden Spielzeit alle bisherigen 14 Clubs der Liga teilnehmen. Das ergab die Lizenzprüfung, teilte die DEL weiter mit. „Die diesjährige Prüfung war in Zeiten von Corona so anspruchsvoll wie nie zuvor." Es habe sich dabei große Solidarität und Zusammenhalt innerhalb der Liga gezeigt. „Der Blick geht jetzt nach vorne“, sagt Arnold optimistisch. Der Spielplan für die neue Saison soll veröffentlicht werden, sobald das Datum für den Saisonstart konkretisiert werden kann.

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