Adler Mannheim

Adler Mannheim Königsklasse trägt nach einer Reform ihren Namen zu Recht

Die Liga der Besten

Archivartikel

Mannheim.Außer Spesen nichts gewesen. Zur Champions Hockey League haben die deutschen Clubs bislang keine innige Liebesbeziehung aufgebaut. Die Adler, Gründungsmitglied der Königsklasse, die 2014 aus der von den europäischen Spitzenteams initiierten European Trophy hervorgegangen war, haben in drei Anläufen den Sprung in die K.o.-Runde verpasst. In diesem Jahr soll alles anders werden. Nach den Duellen mit Jönköping (4:1, 6:3) und Trinec (0:3, 6:2) haben es die Adler vor den abschließenden Vorrundenpartien gegen Esbjerg Energie (Dänemark) selbst in der Hand, in die Runde der besten 16 vorzustoßen.

Klar: Die Adler wollen sich auf dem bestmöglichen Platz für die DEL-Play-offs qualifizieren, um dort eine bessere Rolle zu spielen als zuletzt. Ein Saisonziel ist - und das hat Manager Teal Fowler in der Vorbereitung betont - auch der Achtelfinal-Einzug in der Champions League. Und dies vor dem Hintergrund, dass der Wettbewerb vor der Saison eine immense Aufwertung erfuhr: Erstmals entschied einzig und allein das sportliche Abschneiden über die Qualifikation - ein großer Schritt für die Königsklasse, die sich diesen Namen nun verdient. Zuvor hatten sich die Gründungsmitglieder mit einem Kapital von 80 000 Euro eingekauft. Aus der DEL nehmen neben den Adlern Meister Red Bull München und die Grizzlys Wolfsburg als nachrückender Play-off-Finalist teil.

Die CHL-Macher sind sich sicher, mit der Reduzierung des Starterfelds von 48 auf 32 Clubs die Entwicklung ihres Produkts vorangetrieben zu haben. Das Zuschauerinteresse - in der abgelaufenen Saison verfolgten im Schnitt nur 3248 Fans die Partien im Stadion - zeigt, dass eine Reform auch nötig war, um das Image des Wettbewerbs aufzupolieren.

Dank des langjährigen Deals mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront wird die CHL künftig auch ein höheres Preisgeld ausschütten. Wurde Frölunda 2017 noch mit einer Siegprämie von 143 000 Euro "abgespeist", erhält der neue Titelträger immerhin 300 000 Euro, insgesamt fließen über 1,5 Millionen Euro an die Clubs. 2023 gehen 720 000 Euro der insgesamt verteilten 3,5 Millionen Euro an den Sieger. Zum Vergleich: Im Handball werden bislang pro Saison 3,58 Millionen Euro an Prämien an die Teilnehmer in der Champions League ausgeschüttet, 660 000 Euro erhält der Sieger.

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