Adler Mannheim

Eishockey Neben Marcel Goc stehen von den Adlern auch Dennis Endras, Sinan Akdag, Marcus Kink, Matthias Plachta und David Wolf im deutschen Olympia-Team

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

Archivartikel

Dennis Endras

  • Position: Tor.
  • Alter: 32 Jahre
  • Saison bei den Adlern: Nach einem ordentlichen, aber keinesfalls herausragendem Rundenstart hat Endras zuletzt eine Schippe draufgelegt. Sein Gegentorschnitt (2,95 Treffer pro Partie) und seine Fangquote (90,21 Prozent) gehören nicht zur DEL-Spitze, vor dem Allgäuer stand aber meist auch eine nicht ganz sattelfeste Defensive.
  • Rolle im DEB-Team: Bundestrainer Marco Sturm setzt im Tor eigentlich auf die Profis aus der nordamerikanischen NHL – das hat er zuletzt bei der WM im Mai gezeigt. Er verzichtete auf Endras, schenkte stattdessen Thomas Greiss von den New York Islanders das Vertrauen. Im weiteren Turnierverlauf verstärkte Philipp Grubauer von den Washington Capitals das DEB-Team. Da die NHL für Olympia keine Pause einlegt, ist Endras wieder erste Wahl.

Sinan Akdag

  • Position: Abwehr
  • Alter: 28 Jahre
  • Saison bei den Adlern: Akdag ist der läuferisch stärkste und punktbeste Verteidiger bei den Adlern. In 48 Saisonspielen traf er viermal, zu 20 Treffern leistete er die Vorarbeit. In der eigenen Zone ist er allerdings immer mal wieder für einen Patzer gut. Akdag ist dann am stärksten, wenn ihm eine defensive Absicherung zur Seite gestellt wird.
  • Rolle im DEB-Team: Akdag musste zuletzt durch ein Wechselbad der Gefühle. Zwar fand sich sein Name im vorläufigen Olympiakader, zunächst verzichtete der Bundestrainer aber auf seine Nominierung. Erst als sein Clubkollege Denis Reul wegen einer Wundheilungsstörung im Knöchel seine Olympiateilnahme absagen musste, rückte Akdag nach. Ein Eins-zu-eins-Ersatz ist er nicht. Seine Stärken liegen in der Offensive, die von Reul in der Defensive.

Marcus Kink

  • Position: Sturm
  • Alter: 33 Jahre
  • Saison bei den Adlern: Der Adler-Kapitän hat kein leichtes Jahr hinter sich. Als das Team in die große Krise schlitterte, hatte Kink alle Hände voll damit zu tun, es zusammenzuhalten. Seine Leistungen auf dem Eis waren schon besser, für den meist in der vierten Reihe eingesetzten Kink schlagen gerade einmal drei Saisontore zu Buche.
  • Rolle im DEB-Team: In der Nationalmannschaft blüht Kink regelmäßig auf. Hier gehört er zum Kreis der Führungsspieler, die das Vertrauen des Bundestrainers genießen. Sturm schätzt es, dass der Mannheimer das Wohl der Mannschaft stets über eigene Interessen stellt. Im DEB-Team gehört Kink zwar nicht zu den besten Punktesammlern, das ist aber auch nicht seine Hauptaufgabe. Er ist sich für die Drecksarbeit wie das Unterzahlspiel nicht zu schade.

Matthias Plachta

  • Position: Sturm
  • Alter: 26 Jahre
  • Saison bei den Adlern: Plachta gehört mit elf Toren und 19 Vorlagen aus 49 DEL-Spielen zu den besten Punktesammlern. Sein Direktschuss in Überzahl ist eine Waffe, mit Andrew Desjardins und David Wolf bildete er die zuletzt am besten funktionierende Sturmreihe der Adler. Er müsste manchmal seine Nebenleute besser in Szene setzen.
  • Rolle im DEB-Team: Trotz seines jungen Alters gehört Plachta seit Jahren zum Stamm der Nationalmannschaft. Es gibt nicht viele deutsche Stürmer mit seinem Offensiv-Potenzial, weshalb er auch im DEB-Team häufig im Powerplay eingesetzt wird. Plachta ist physisch stark, er setzt seinen Körper gut ein und lässt sich auf dem Eis nichts gefallen. Für die Defensivarbeit sind bei der Nationalmannschaft aber mit Sicherheit andere verantwortlich.

David Wolf

  • Position: Sturm
  • Alter: 28 Jahre
  • Saison bei den Adlern: Aus und vorbei: Als sich David Wolf Anfang Oktober im Heimspiel gegen Ingolstadt verletzte, befürchteten viele, dass die Saison für ihn damit gelaufen war. Der Mannheimer mit Leib und Seele kämpfte sich aber verbissen zurück und ging im Januar bei der Aufholjagd der Adler mit gutem Beispiel voran.
  • Rolle im DEB-Team: Wolf ist einer, der ein Team mitreißen kann – sei es mit einem harten Check oder einem Tor. Der Stürmer geht dem Gegner unter die Haut, muss aber – gerade auf internationaler Bühne – aufpassen, dass er nicht übertreibt. Wolf ist ein bulliger Spielertyp, wie Bundestrainer Marco Sturm keinen zweiten hat. Bei der Heim-WM 2017 in Köln kam Wolf erst spät zum Zug, war allerdings auf Anhieb ein belebender Faktor im deutschen Spiel. (cr)
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