Adler Mannheim

Adler Mannheim Heilbronn als Sprungbrett für den Nachwuchs

Partnerschaft wiederbelebt und intensiviert

Mannheim.Nach drei Jahren Zusammenarbeit mit den Kassel Huskies haben die Adler einen neuen Kooperationspartner gefunden – und der ist ein alter Bekannter. Sie fliegen wieder mit den Heilbronner Falken – wie bis 2015. Die Adler mussten sich vor drei Jahren neu orientieren, weil die Falken sportlich in die Oberliga abgestiegen waren. Als feststand, dass Heilbronn nach dem Lizenzentzug für den EV Landshut in der DEL2 bleiben durfte, hatte der Mannheim schon die Kooperation mit Kassel beschlossen. Diese endet nun – und das nicht nur aus logistischen Gründen, wie Adler-Teamleiter Youri Ziffzer betont: „Sportliche Aspekte haben überwogen.“

Nicht nur Ergänzungsspieler

Die Mannheimer sind sich sicher, dass ihre jungen Spieler bei den Falken am besten gefördert werden. Sie sollen den Kader in Heilbronn nicht nur auffüllen, sondern Rollen übernehmen, die ihnen später auch in der DEL zugetraut werden. Will heißen: Wer das Zeug zu einem Erstreihenspieler im deutschen Eishockey-Oberhaus hat, soll auch in der Zweiten Liga im Topsturm spielen. „Wie es gehen kann, hat Tim Bernhardt in der vergangenen Saison gezeigt“, betont Falken-Geschäftsführer Attila Eren. Der in der Vorbereitung verletzte Bernhardt war 2017 von den Jungadlern zu den Falken gewechselt und hatte dort in seinem ersten Profijahr 34 Scorerpunkte gesammelt. Der 21-Jährige gehört wie Torhüter Mirko Pantkowski (20), Samuel Soramies (20) und Pierre Preto (19) zu den Jungs, die die Adler mit einer Förderlizenz ausgestattet haben und die für Heilbronn spielberechtigt sind. Alexander Lambacher (21) wird in der neuen Saison ebenfalls für die Falken stürmen.

Mellitzer gilt als Talentförderer

Die Kooperation mit Heilbronn ist Teil der von den Adlern propagierten Neuausrichtung. „Unser Ziel ist es, mehr junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die DEL-Mannschaft zu integrieren“, betont Ziffzer. „Für die meisten Spieler, die mit 19 oder 20 Jahren aus dem Jungadler-Projekt kommen, ist der Sprung in die DEL zu groß. Vor diesem Hintergrund haben wir mit Heilbronn einen sehr guten Partner gefunden.“

Mit dem neuen Falken-Trainer Alexander Mellitzer treffen die Adler-Talente auf einen, der sich in seiner österreichischen Heimat einen Namen im Nachwuchsbereich gemacht hat. Der 38-Jährige trainierte nicht nur die Talente in Klagenfurt, sondern auch die U-20-Nationalmannschaft der Alpenrepublik. cr