Adler Mannheim

Der Auftaktgegner Genau wie die Adler startet auch der Vizemeister mit nahezu unverändertem Kader in die neue DEL-Saison

Wolfsburg setzt auf die Politik der ruhigen Hand

Archivartikel

Wolfsburg.Sie sind seit Jahren Stammgast im Play-off-Halbfinale, zuletzt gelang ihnen sogar zweimal der Sprung in die Endspielserie gegen München: Wer in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach konstantem Erfolg sucht, wird in Wolfsburg fündig. Manager Charly Fliegauf und Trainer Pavel Gross bilden bei den Niedersachsen das kongeniale Duo, das den Club kontinuierlich nach oben geführt hat.

"Ja", antwortet Fliegauf im Gespräch mit dieser Zeitung auf die Frage, ob die Wolfsburger in der Liga nun eine höhere Wertschätzung genießen. "Von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir die Nummer 7 oder 8 in der DEL. Dass wir mit diesen finanziellen Mitteln zuletzt so gut abgeschnitten haben, ist registriert worden."

Auch in Mannheim, das die Grizzlys heute (19.30 Uhr) zum Saisonauftakt in der DEL empfängt. Bei seinem Meistertipp zählt Teal Fowler zunächst die üblichen Verdächtigen auf: Titelverteidiger München natürlich, dazu Köln und Nürnberg. Auch die Eisbären Berlin müsse man in diesem Jahr auf der Rechnung haben, da sich der Hauptstadtclub gut verstärkt habe. Dem eigenen Team traut der Manager ebenfalls viel zu. Und dann sagt Fowler: "Wolfsburg darf man auch nie außen vorlassen, die sind irgendwie immer da."

Zumindest in den vergangenen Jahren waren die Niedersachsen immer da, wenn es darauf ankam. Der Erfolg hat aber auch eine Schattenseite. Eine, die die Grizzlys derzeit zu spüren bekommen. Noch bevor die DEL-Saison begonnen hat, sieht sich der Club mit einigen Verletzungsproblemen konfrontiert. Besonders schwer wiegt wohl der Ausfall von Stürmer Tyler Haskins. "Das ist der Preis, den wir für unseren Erfolg zahlen müssen", sagt Fliegauf. "Doch den bezahlen wir gerne", spricht der Manager von "Wehwehchen", die sich nach zuletzt zwei kurzen Sommerpausen zwangsläufig im Team eingestellt hätten. Dennoch sind die Grizzlys auch in der Champions Hockey League - genau wie die Adler - auf einem guten Weg, ins Achtelfinale einzuziehen.

"Konstanz heißt unsere Zauberformel", betont Fliegauf. Auch in diesem Sommer setzte Wolfsburg auf die Politik der ruhigen Hand. Mit Torhüter Jerry Kuhn, der der Nummer eins Felix Brückmann Dampf machen soll, den Abwehrspielern Torsten Ankert und Alex Roach sowie Stürmer Marcel Ohmann verpflichteten die Grizzlys vier Rollenspieler. "Unser Ziel war es, unseren Stamm zu halten. Das ist uns gelungen", sagt Fliegauf, der auch die Personalpolitik der Adler lobt: "Sie haben einige gute Entscheidungen getroffen. Ich freue mich auf das Duell, in dem es in den vergangenen Jahren immer heiß herging."