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40 Jahre – Renault Master und Trafic feiern Geburtstag

Archivartikel

Sie waren echte Longplayer. Vorgestellt auf dem Pariser Automobilsalon 1980 liefen die Renault-Transporter Master und Trafic 17 respektive 21 Jahre lang in der ersten Generation. Das ist rekordverdächtig. Jetzt feiern die französischen Lastesel auf vier Rädern ihren 40. Geburtstag.

Sowohl den kleineren Trafic (bis 2,8 Tonnen) als auch den größeren Master (bis 3,5 Tonnen) gab es - und das war seinerzeit ziemlich fortschrittlich - wahlweise mit Vorder- oder Hinterradantrieb. Die Frontfahrzeuge hatten ein "T" im Namen (Trafic-T wie Traction), die anderen ein "P" (wie Propulsion).

Verwendet wurden die verschiedenen Antriebsarten für unterschiedliche Karosserieaufbauten - ob Pritsche, Kastenwagen oder Kleinbus. Schon damals gab es verschiedene Radstände und Gewichtsklassen.

Beim Design setzten die Franzosen auf eine kurze Motorhaube und eine großflächige Windschutzscheibe. Merkmale, die später beim Espace auftauchten, der Großraumlimousinen erst hoffähig machte. Die Transporter-Zwillinge zeichneten sich durch Leichtbau, eine gute Raumausnutzung und eine niedrigen Ladekante (nur bei den Fronttrieblern) aus.

Unvorstellbar, mit wie viel PS die Transporter damals auskommen mussten. Heutzutage hat schon jeder Pkw-Dreizylinder 110 PS. Beim Trafic konnte man als größten Benziner ein Triebwerk mit 80 PS ordern, die schwereren Master-Modelle mussten sich ausschließlich mit einem 66-PS-Diesel begnügen.

Das minderte aber nicht den Erfolg der beiden Transporter. Der Master I wurde erst 1997 durch die zweite Generation abgelöst. Bis dahin hatte er sich rund 250.000 Mal verkauft. Der Trafic I lief sogar 21 Jahre lang - erst nach 930.000 Fahrzeugen war Schluss.