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Autobauer: Online-Verkehr zieht wieder an

Die Corona-Pandemie hat bei den Autobauern für massive Einbrüche der Verkaufszahlen gesorgt. Doch die Krise ist auch an anderen Zahlen ablesbar. Auch das allgemeine Interesse an Autos, gemessen am Besucheraufkommen auf den Hersteller-Homepages, sank deutlich. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Analyse der Berlin School of Business and Innovation (BSBI), die den Webseiten-Traffic der 15 am stärksten in Deutschland vertretenen Automarken untersucht hat.

Als die Krise im April in Deutschland ihren bisherigen Höhepunkt erreichte, sank das Interesse an sämtlichen Marken enorm: Nissan war mit rund 65 Prozent weniger Webseiten-Gästen als noch im Monat zuvor am stärksten betroffen. Auch Opel (- 59 Prozent) und Peugeot (- 46 Prozent) verloren zahlreiche Besucher. Mazda, Ford und Seat büßten jeweils mehr als ein Drittel ihres Traffics ein.

Es geht aber wieder bergauf. Sämtliche Marken der Untersuchung schrieben im Mai 2020 wieder schwarze Besucherzahlen: Bei Opel hat sich im Vergleich zum Vormonat das Besucherplus mehr als verdoppelt (133 Prozent). Die deutsche Webseite des Autobauers Ford erhielt rund 70 Prozent mehr Zugriffe als im April. Auch Peugeot (54 Prozent) und Toyota (52 Prozent) verzeichneten ein deutlich gestiegenes Interesse an ihren Online-Präsenzen.

Die Zahl der Kfz-Neuzulassungen in Deutschland sank nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) von Anfang des Jahres bis April 2020 kontinuierlich. Der größte Rückgang fand im April statt: Im vierten Jahresmonat fiel die Zahl der Neuzulassungen - verglichen mit März - um fast die Hälfte (-45 Prozent). Im Mai 2020 hingegen stieg die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge um rund 40 Prozent.