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Autodiebe sorgen für immensen Schaden

Archivartikel

Die gute Nachricht: Die Zahl der Kfz-Diebstähle sank 2019 erneut. Die schlechte Nachricht: Das Niveau ist mit 28.132 gestohlenen Autos immer noch hoch. Den Kfz-Versicherern hierzulande entstand durch die entwendeten Fahrzeuge nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein wirtschaftlicher Schaden von fast 280 Millionen Euro.

Denn bei rund der Hälfte der gestohlenen Autos (14.229) handelte es sich um kaskoversicherte Pkw. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Autodiebstahl übrigens keinen Einfluss, wie der GDV betont. Laut Statistik zahlten die Versicherer ihren Kunden für jeden Kfz-Diebstahl 2019 im Durchschnitt mehr als 19.600 Euro.

Besonders beliebt bei Autodieben sind der Kriminalstatistik zufolge SUV. Von dieser Fahrzeuggattung sind gleich sechs unter den zehn am häufigsten gestohlenen Modellreihen zu finden. Eine deutliche Verschiebung registrierten die GDV-Statistiker beim Alter der gestohlenen Pkw: Die Diebe entwendeten weniger Neuwagen und dafür mehr Fahrzeuge, die zwischen zwei und drei Jahre alt waren. Laut Kriminalpolizei haben Autodiebe inzwischen vermehrt Interesse an Old- und Youngtimern. Generell stehen unterdessen neben den SUV auch hochwertige Pkw und Kleintransporter im Fokus der Kriminellen.

Um sich gegen die Ganoven zu schützen, rät die Kriminalpolizei, hochwertige Fahrzeuge wenn möglich nicht am Straßenrand oder in ungesicherten Carports zu parken. Stattdessen gehören solche Gefährte in eine abschließbare Garage. Zumindest sollten derartige Autos oder auch Motorräder in gut beleuchteten und belebten Straßen abgestellt werden.

Und ein abgeschlossener Tankdeckel erschwere einem Dieb das Tanken zum "Nulltarif", rät die Polizei. Demnach empfiehlt es sich ebenfalls, das Dach eines Cabrios zu schließen. Vor dem Verlassen des Autos ist zudem immer der Zündschlüssel abzuziehen - auch bei nur kurzer Abwesenheit. Denn nur so ist in der Regel die Wegfahrsperre aktiviert.

Aus Sicherheitsgründen verbietet es sich, Ersatzschlüssel am oder im Fahrzeug zu verstecken. Denn die Diebe kennen selbst die vermeintlich cleversten Geheimfächer. Und die Rechtsprechung wertet das Zurücklassen eines Zweitschlüssels im Fahrzeug als grobe Fahrlässigkeit, die den Versicherer im Falle eines Auto-Diebstahls von der Leistung befreit.

Bei modernen Fahrzeugen mit Funk-Schließsystemen sollten die Besitzer ebenfalls darauf achten, den Schlüssel nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür abzulegen. Denn technisch versierte Diebe tricksen inzwischen auch solche Anlagen aus, indem sie das von dem elektronischen Schlüssel ausgesandte Signal verlängern, auslesen und damit dann das Fahrzeug öffnen sowie Alarmanlage und Wegfahrsperre deaktivieren. Und schon ist auch dieses Fahrzeug futsch.