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Autokauf: Benziner fahren vorneweg

Alles redet vom Klimawandel. Doch wenn es ans Eingemachte geht, halten Deutschlands Autofahrer dem Benziner die Treue. Nur sieben Prozent der Verbraucher, die sich einen Pkw zulegen möchten, planen die Anschaffung eines reinen Elektroautos. Und nur jeder Zehnte beabsichtigt, einen Hybrid zu kaufen. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (52 Prozent) steht auch weiterhin der Benziner am höchsten im Kurs. Das sind Ergebnisse einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24.

Am gefragtesten sind E-Autos noch bei jungen Verbrauchern zwischen 25 und 34 Jahren (13 Prozent). Befragte dieser Altersgruppe wollen sich insgesamt am häufigsten einen neuen Pkw anschaffen. Am wenigsten fahren Autokäufer unter 25 und ab 55 Jahren (je zwei Prozent) auf Elektro-Fahrzeuge ab.

Ein Vollkasko-Vergleich für die beliebtesten E-Modelle zeigt aber auch: Der Versicherungsschutz für den Pkw mit Elektromotor kostet teils deutlich weniger als für vergleichbare Benziner. Der BMW i3 etwa ist 25 Prozent günstiger als ein nahezu PS-gleicher BMW 116i.

Pauschalisieren lässt sich diese Aussage allerdings nicht. "Kfz-Versicherungen für Elektroautos sind nicht grundsätzlich günstiger oder teurer als für vergleichbare Benziner", sagt Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei Check24. "Für die Abweichungen beim Kfz-Versicherungsbeitrag ist die Typklasse der betrachteten Modelle ausschlaggebend, die unter anderem die Schadenhäufigkeit berücksichtigt."

Die Vollkaskoversicherung für den VW Golf VII e-Golf beispielsweise kostet im Beispiel elf Prozent mehr als für einen vergleichbaren VW Golf VII TSI.