Auto

Test Skoda Kodiaq RS 4x4 2,0 Bi-TDI Spitzenversion des geräumigen SUV hat einen 240 PS starken Turbodiesel unter der Haube

Bärenstarker Alleskönner mit Komfort

Archivartikel

Mit 4,70 Meter Länge und einer beeindruckenden Ladekapazität ist der Skoda Kodiaq für Familien wie gemacht. In der RS-Version wird das mächtige SUV noch dazu zum bärenstarken Alleskönner.

Papa freut sich. Etliche Stunden Autofahrt liegen vor ihm. Vorher muss er noch das gesamte Gepäck der vierköpfigen Familie für den Winterurlaub verstauen.

Passt nicht zusammen? Doch. Denn das Fahrzeug, das da im Hof steht, ist ein schicker, 240 PS starker Gigant mit Allradantrieb und einem Kofferraumvolumen von satten 835 Litern. Es handelt sich um die aktuelle Variante des Skoda Kodiaq in der neuen RS-Version (ab 49 990 Euro). Der ist für alle Fälle gerüstet. Im Inneren, wo nicht nur jede Menge Platz für Besatzung und Gepäck zur Verfügung steht, sondern auch jede Menge moderne Technik und ein Höchstmaß an Komfort. Unter der Haube, wo ein leistungsstarker Turbodiesel seine Arbeit zuverlässig verrichtet. Beim Fahrwerk, das bestens auf alle Untergründe und Fahrsituationen abgestimmt ist. Und auch bei der Karosserie, die nicht nur schön geformt ist, sondern auch ein Maximum an Sicherheit bietet. Damit geht man gerne auf große Fahrt.

Dabei ist der Kodiaq nicht viel länger als der Octavia, bietet mit bis zu 2065 Litern Volumen (bei umgeklappter Rücksitzbank) aber einen rekordverdächtigen Gepäckraum. Wenn der Beifahrersitz mit optional klappbarer Lehne an Bord ist, passen Gegenstände bis zu 2,80 Meter Länge in das SUV. Optional gibt es eine elektrische Heckklappe, die sich – als weitere Sonderausstattung – auch per Fußsteuerung sowie per Innenraum-Taste öffnen und schließen lässt. Wem der Gepäckraum immer noch nicht reicht, der kann mit dem Kodiaq einen Anhänger mit bis zu 2,5 Tonnen Gewicht ziehen. Dafür sind eine elektrisch entriegelbare Anhängerkupplung sowie ein Anhängerrangierassistent erhältlich.

Der Kodiaq ist aber nicht einfach nur groß und geräumig, sondern auch was fürs Auge. Die tschechischen Designer sorgten für ein elegantes Gewand. So, dass der Wagen weder bullig noch bieder wirkt.

Das Design strahlt Vielseitigkeit aus. Es kombiniert das Grobe eines SUV mit der Eleganz einer Limousine und obendrein – beim RS ganz besonders – einem ordentlichen Schuss Sportsgeist. Der breite, dreidimensional wirkende Kühlergrill betont den exklusiven Charakter. Auch die Dachreling, die Fensterrahmen und die Außenspiegel glänzen in sportlichem Schwarz. Obligatorisch sind Voll-LED-Scheinwerfer inklusive automatischer Leuchtweitenregulierung. In der Seitenansicht weisen der lange Radstand und die kurzen Überhänge auf den großen Innenraum hin. Auffällig sind darüber hinaus die leicht eckig gestalteten Radhäuser.

Eigens für die RS-Version designt wurden die Stoßfänger. Der Reflektor in der Heckschürze reicht über die gesamte Fahrzeugbreite – ein Merkmal aller RS-Modelle. Darunter sind die beiden markanten Endrohre der Abgasanlage deutlich zu erkennen. Zudem ist der Kodiaq RS der erste Skoda, bei dem 20 Zoll große Leichtmetallräder zum Serienumfang gehören.

Als erstes SUV der Marke wurde das Modell mit dem Gütesiegel ,RS‘ versehen. Standesgemäß erhielt das sportliche Topmodell den stärksten Seriendiesel in der 124-jährigen Unternehmensgeschichte. Der kraftvolle Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum entwickelt dank Biturbo-Aufladung eine Leistung von 240 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 500 Newtonmetern.

Serienmäßig verfügt der Wagen über Allradantrieb, die adaptive Fahrwerksregelung DCC, eine Progressivlenkung und den neuen Dynamic Sound Boost, der den natürlichen Klang der Abgasanlage verschärft, was allerdings nicht immer passt. Wenn man etwa im Schritttempo vom Parkplatz des Supermarkts fährt, fragt man sich schon, warum eigentlich der Klang derart auffällig sein muss. Da hilft es nur, in den Eco-Modus zu wechseln, dann wird es deutlich leiser.

Im Innenraum fallen die serienmäßigen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen ins Auge. An den Sitzflächen und Rückenlehnen kommt Alcantara zum Einsatz. Die Seitenwangen der Sitze sind mit Carbon-Leder überzogen und tragen wie auch die Mittelarmlehne und die Armlehnen in den Türen rote Ziernähte. Renn-Feeling versprühen auch das Sportlenkrad und eine Pedalerie im Edelstahldesign. Eine Dekoreinlage im RS-Design sowie die LED-Ambientebeleuchtung erzielen in dem Topmodell der Baureihe eine edle Anmutung.

Der Kodiaq geht mit einer breiten Palette an Fahrassistenzsystemen an den Start – viele davon kamen bisher nur in höheren Fahrzeugklassen zum Einsatz. Einige Systeme sind serienmäßig an Bord, andere auf Wunsch einzeln oder auch im Paket erhältlich.

Was den Fahrspaß angeht, sorgt der RS natürlich noch einmal für spürbare Steigerung der Leistungsfähigkeit. Das gilt für Autobahn und Landstraße, wo die 240 PS gut zur Geltung kommen, aber auch für unwegsameres Terrain. Egal ob Schnee, Sand, Schotter oder Matsch – der RS kommt durch. Entsprechende Fahrmodi lassen sich per Knopfdruck aktivieren.

Der Verbrauch bleibt unterdessen noch im Rahmen. Die von Skoda angegebenen 6,4 Liter sind schwer zu schaffen. Im Test waren es 7,9 Liter.