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Besserer Durchblick für das automatisierte Fahren

Archivartikel

Das automatisierte Fahren befindet sich noch in der Entwicklung, doch die Autobauer sorgen für die nächsten Schritte. Das Toyota Research Institute - Advanced Development (TRI-AD) hat jetzt hochauflösende Karten entwickelt und erfolgreich getestet. Mit einer relativen Genauigkeit von weniger als 50 Zentimetern liefern sie laut Toyota eine perfekte Übersicht.

Unabdingbar für das automatisierte Fahren sind zuverlässige Straßeninformationen auf Basis hochauflösender Kartendaten. Allerdings ist dieses Material gerade abseits von Autobahnen ausbaufähig. Diese Lücken soll das TRI-AD schließen und nutzt dafür verschiedene Methoden.

In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern werden unter anderem Gebäudekarteninformationen, die ohne Einsatz von Vermessungsfahrzeugen von den Kameras gewöhnlicher Fahrzeuge sowie von Satellitenbildern abgeleitet werden, und Fahrzeugdaten der offenen "Automated Mapping Platform" berücksichtigt. Mit den gesammelten Informationen lassen sich die Karten auch schneller aktualisieren. Außerdem kann das Kartenmaterial auf weitere Gebiete ausgeweitet werden, die Kosten für Aufbau und Pflege reduzieren sich deutlich.

An der Machbarkeitsstudie haben sich auch die beiden Navigations-Spezialisten von TomTom und HERE beteiligt: Die gesammelten Fahrzeugdaten konnten automatisch in das Kartenmaterial der beiden Anbieter integriert werden - zum Teil sogar in Echtzeit.

"Wir sind einen Schritt näher an einer Zukunft, in der das automatisierte Fahren eine sicherere und zugängliche Technologie für alle wird", sagt Mandali Khalesi, der für die automatisierte Fahrstrategie und Kartierung bei TRI-AD zuständig ist. "Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern die Genauigkeit weiter verfeinern."