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Betreutes Fahren als Erfolgsmodell

Archivartikel

Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. 18- bis 24-Jährige sind die mit Abstand am stärksten gefährdete Altersgruppe im Straßenverkehr. Darunter befinden sich auch viele Fahranfänger. Erwiesen ist aber auch: Führerschein-Neulinge sind nach einem Jahr betreuten Fahrens sicherer unterwegs als die anderen Fahranfänger, die frisch aus der Fahrschule kommen.

Sie verfügen noch über wenig Erfahrung beim Autofahren, sind noch ungeübt und viele Handlungen, die bei älteren Autofahrern quasi automatisch ablaufen, verlangen den "Frischlingen" viel Aufmerksamkeit ab. Die fehlt dann häufig beim Verfolgen des Verkehrsgeschehens. Hinzu kommt bei Menschen dieser Altersgruppe die für sie geradezu typische Kombination aus jugendlicher Unbekümmertheit, Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung. Das führt dann nur allzu leicht und überdurchschnittlich oft zu Unfällen.

So gehörten laut der amtlichen Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts im Jahr 2018 rund 11,3 Prozent aller getöteten Verkehrsteilnehmer der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen an. Und 15,3 Prozent aller Verletzten im Straßenverkehr zählten zu dieser Altersstufe. Zudem wurde fast jeder sechste Unfall mit Personenschaden von einem jungen Erwachsenen verursacht.

Zur besseren Einordnung: Junge Menschen in diesem Alter machen nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In absoluten Zahlen ist hier die Rede von fast 60.980 jungen Menschen, die 2018 bei Verkehrsunfällen verunglückten, davon 369 tödlich.

Demgegenüber steht die Erfahrung, dass Fahranfänger später bei Alleinfahrten - je nach Statistik - zu 20 bis 23 Prozent weniger an Unfällen beteiligt sind als Führerschein-Neulinge, die kein begleitetes Jahr am Steuer hinter sich haben. Sie machen auch durch weniger Verstöße gegen Verkehrsregeln von sich reden. Deshalb werten Verkehrssicherheitsexperten das betreute Fahren als Erfolgsmodell.