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BMW: klimafreundlich in die Zukunft

Archivartikel

Alle Autobauer haben sich Nachhaltigkeit ganz groß auf die Fahnen geschrieben. Jetzt wirbt auch BMW ganz offensiv für klimafreundliche Mobilität. BMW-Chef Oliver Zipse erklärte den Klimaschutz zu einem Kernziel. "Wir werden Jahr für Jahr über unsere Fortschritte berichten und uns an diesen Zielen messen lassen. Das wird auch in die Vergütung von Vorstand und Top-Management einfließen." Welchen Anteil die Erfüllung von Klimaschutz-Zielen an der Vergütung haben wird, sagte Zipse allerdings nicht.

Einen "wesentlichen Hebel" sieht das Unternehmen in der klimafreundlicheren Produktion. BMW setze bereits 2020 nur noch auf "Grünstrom", wie Zipse betont. Auch die Zulieferer müssten die Kohlendioxid-Ziele erfüllen. Die neuen Batteriezellen etwa dürften nur noch mit Grünstrom gefertigt werden. "Unser Anspruch ist es, die nachhaltigste Lieferkette der gesamten Branche sicherzustellen", sagte Zipse.

Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden "werden Premium und Nachhaltigkeit in Zukunft mehr denn je untrennbar miteinander verbunden sein". Die Klimastrategie solle von Einkauf über Produktion bis Vertrieb umgesetzt werden.

Auch größere Limousinen und SUVs sollen klimafreundlicher werden. Die CO2-Emissionen in der kompletten Lebensspanne der Autos sollen bis 2030 um mindestens ein Drittel gesenkt werden. Das bedeutet, dass ein Fahrzeug von der Lieferkette über die Produktion bis zu seiner gesamten Nutzungsdauer im Schnitt für ein Drittel weniger Kohlendioxid-Ausstoß verantwortlich sein soll als heute, berichtet "tagesschau.de".

Bis 2030 will der Konzern nach eigenen Angaben mehr als sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert haben - zwei Drittel davon sollen reine Elektroautos sein, also etwa 4,6 Millionen.