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Bosch erfindet die Sonnenblende neu

Archivartikel

Ein Griff - und schon ist die schlimmste Blendung beseitigt: Die Sonnenblende ist so etwas wie ein analoges Fossil in einem immer höher technisierten Autoinnenraum. Jetzt hat sich Bosch dieses Bauteils angenommen. Mit bemerkenswerten Folgen.

"Blendendes Sonnenlicht verursacht mehr als doppelt so viele schwere Verkehrsunfälle wie Nebel, Glätte oder andere Witterungsbedingungen", wissen die Bosch-Forscher. Herkömmliche Sonnenblenden schaffen zwar bis zu einem gewissen Grad Abhilfe. Aber sie engen auch das Gesichtsfeld des Fahrers deutlich ein.

Deshalb hat das Technologie-Unternehmen die Sonnenblende neu erfunden. Und gleich in "Virtual Visor" umgetauft. Der ist transparent und digital und besteht aus einem transparenten LCD-Display und eine auf den Fahrer fixierte Kamera.

"Dank intelligenter Algorithmen wird auf dem Display immer nur der Teil verdunkelt, aus dem die Sonne den Fahrer blenden würde", heißt es bei Bosch. Der Rest des Displays bleibe durchsichtig und der Blick auf die Straße frei.

Dr. Steffen Berns, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Geschäftsbereichs Car Multimedia: "Besonders wenn Autofahrer morgens und abends von der tiefstehenden Sonne geblendet werden, geraten klassische Sonnenblenden an ihre Grenzen. Mit der digitalentransparenten Sonnenblende von Bosch haben wir für dieses Problem eine innovative Lösung entwickelt."

Auf der CES 2020 in Las Vegas (7. bis 10. Januar 2020) feiert die elektronische Sonnenblende ihre Weltpremiere. Einen "Best-of-Innovation"-Award hat sie schon vorab errungen.