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Citroen zeigt Flagge beim Frankreich-Fest

Archivartikel

Das Frankreich-Fest in Düsseldorf vereint Franzosen und Deutsche im Genuss französischer Produkte. Neben guten Weinen und vorzüglichem Käse ist diesmal auch Autobauer Citroen am Burgplatz anzutreffen. Mit im Gepäck: Henri-Jacques Citroen, Enkel des Unternehmensgründers André Citroen. Grund für die festliche Präsenz der Firma Citroen ist ihr 100. Geburtstag.

Zum Jubiläum will die Marke mit ihrem markanten Doppelwinkel-Logo auch in Deutschland Flagge zeigen. Rund 60 historische Fahrzeuge aus der Markengeschichte sind auf dem großen Platz in der Düsseldorfer Altstadt so arrangiert, dass aus der Luft das Citroen-Logo, der "Doppelwinkel", zu erkennen ist.

Das gesamte Wochenende über wird zudem das neue Flaggschiff der Marke, der Citroen C5 Aircross SUV, in einem stylish und hochwertig eingerichteten "Container" auf dem Burgplatz gezeigt. In einer geschützten, ganz dem Showroom-Konzept "La Maison Citroen" nachempfundenen Atmosphäre können Interessenten das "Next Generation" SUV mit allen Sinnen erleben.

Beim Schlendern über den Burgplatz begegnen wir noch einem echten Citroen aus Fleisch und Blut: Henri-Jacques Citroen, der aus Paris eingeflogen ist. Der Enkel André Citroens ist ein klassisch-adrett gekleideter Herr. In Düsseldorf sei er zum ersten Mal, Köln kenne er besser. Kein Wunder, hat in der Domstadt doch einst das erste Citroen-Werk Deutschlands gestanden.

Er sei vor zwei Tagen bei Frankreichs Staatspräsident Emanuel Macron im Élysée-Palast gewesen, erzählt der Citroen-Enkel. Er habe Macron das Buch über seinen Großvater André Citroen überreicht. Dabei habe sich Macron als Fan der Marke und vor allem der großen Limousine Citroen C6 zu erkennen gegeben. "Witzig, das ist auch mein Lieblingsmodell", sagt Henri-Jacques Citroen.

Den berühmten Opa hat der Enkel nie kennengelernt, verstarb André doch bereits 1935. Doch im Familienkreis erzählt man sich ein paar Anekdoten. "Er war ein sehr optimistischer Mensch", sagt Henri-Jacques. Mit dem legendären Film-Komiker Charlie Chaplin habe ihn eine Freundschaft verbunden. "Bei einem gemeinsamen Skiurlaub hat Chaplin meinen Großvater alles über Massenfabrikation von Autos gefragt." Das Wissen darüber sei dann in dem tragikomischen Film über die Industriegesellschaft "Moderne Zeiten" eingeflossen.

Die Idee, zum Frankreichfest zahlreiche Citroens zum Doppelwinkel zu formieren, finde er sehr gelungen, sagt Henri-Jacques Citroen. Gut sei auch die Auswahl der Modelle von Oldtimern bis zum neuen C5 Aircross. Er selber habe übrigens gar kein eigenes Auto. "Ich lebe in einer Großstadt, wozu brauche ich da ein eigenes Auto?" Und wenn er mal eines bräuchte, leihe er sich das eben - natürlich einen Citroen.

Lars Wallerang / mid