Auto

Damit können Automarken punkten

Welche Eigenschaften von Automarken kommen bei den Kunden besonders gut an - und welche weniger? Diese Frage können die Spezialisten der Motor Presse Stuttgart aus langer Erfahrung kompetent beantworten. Denn seit inzwischen 30 Jahren wird das Marken-Image dokumentiert.

"Fast 3,5 Millionen Leser und Nutzer von Auto Motor und Sport haben uns seit 1990 ihre detaillierte Einschätzung zu Marken und der Akzeptanz von Technologien zurückgespielt", sagt Maik Müller, Publisher Automobil im Special-Interest-Medienhaus. Er stellte zusammen mit Markus Eiberger, Leiter des Geschäftsbereichs Vermarktung und Mitglied der Geschäftsleitung, im Rahmen der Siegerehrung von Best Cars 2020 die wichtigsten Ergebnisse vor.

Nach wie vor höchst relevant für das Gesamtimage einer Marke ist der Aspekt "Gutes Aussehen/Styling". Dabei liegt Porsche mit 44 Prozent auf Platz eins. Auch bei den Porsche-Fahrern kommen offenbar der aktuelle 911er und der nagelneue Taycan sehr gut an: 87 Prozent Zustimmung, das sind gerade mal zwei Prozentpunkte weniger als der bisherige Bestwert von 1997.

Regelmäßig abgefragt werden neuerdings auch Themenbereiche wie "Gute Vernetzung/Connectivity", "Gute Assistenzsysteme" oder die Einschätzung in puncto moderne Umwelttechnologie. Eiberger: "Für 73 Prozent der potenziellen Tesla-Käufer verfügt die Marke über moderne Umwelttechnologie." Damit liegen die Kalifornier noch deutlich vor Toyota (60 Prozent) und BMW (46 Prozent). Ein deutliches Plus von zwölf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr kann Volkswagen verzeichnen: "Der klare Strategiewechsel und die Markteinführung des ersten Modells der ID-Familie zeigt bei potentiellen Kaufinteressenten offenbar Wirkung", so der Marktbeobachter.

Auch das Vertrauen in die Automobil-Hersteller wächst wieder. Alle deutschen Marken legen bei der Vertrauenswürdigkeit zwischen fünf und zwölf Prozentpunkten zu. Ganz vorne liegt BMW, gefolgt von Porsche und Mercedes. Opel kann sich über das höchste Plus im Vergleich zum Vorjahr freuen. Und auch Volkswagen eroberte während des Diesel-Skandals verlorenes Vertrauen zurück.