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Das Autojahr 2019: Gewinner und Verlierer

Archivartikel

2019 war in Deutschland ein gutes Autojahr - das zeigen aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Unterm Strich wurden 3,6 Millionen Neuwagen zugelassen, fünf Prozent mehr als noch im Vorjahr. Spannender denn je ist der Blick auf die Details - auf die Sieger und Verlierer und auf die automobilen Trends.

Laut KBA konnten fast alle deutschen Hersteller 2019 ein positives Ergebnis erzielen. Smart (+19,6 Prozent) und Ford (+10,9 Prozent) legten sogar zweistellig zu. Porsche schloss mit 9,5, Mercedes mit 6,3, BMW mit 5,4, Audi mit 4,7 und VW mit 3,7 Prozent Plus ab. Mini büßte dagegen 0,9 Prozent und Opel 5,3 Prozent ein. "Mit einem Anteil von 18,5 Prozent war VW weiterhin anteilsstärkste Marke", so die Behörde.

Dynamisch ist auch die Entwicklung bei den Importeuren. Einen dreistelligen Zuwachs von +462,3 Prozent schaffte Tesla durch die Einführung des Model 3. Lexus, Ssangyong, Volvo, Seat, Hyundai und Dacia schafften Zuwächse zwischen 11,6 und 29,7 Prozent. Alfa Romeo und DS büßten jeweils 23,7 Prozent, Nissan 21,6, Subaru 19,5 und Honda 16,2 Prozent ein. Importmeister in Deutschland ist weiterhin Skoda mit 5,8 Prozent, gefolgt von Seat (3,8 Prozent) sowie Renault und Hyundai mit je 3,6 Prozent.

Die Segmente SUVs (21,1 Prozent), Kompaktklasse (20,5 Prozent) und Kleinwagen (13,5 Prozent) dominierten das Zulassungsgeschehen. Die deutlichsten Zuwächse verzeichneten die SUVs mit +21,0 Prozent und die Geländewagen mit +20,3 Prozent.

Der Anteil der Benziner sank 2019 mit 59,2 Prozent erkennbar unter das 2018er-Niveau von 62,4 Prozent; der Diesel-Anteil ging um 0,3 auf 32 Prozent zurück. Hybrid-Fahrzeuge legten mit 239.250 Exemplaren um 83,7 Prozent zu, ihr Anteil liegt bei 6,6 Prozent. Darunter rangieren mit +44,2 Prozent oder 45.348 Stück die Plug-in-Hybride mit einem Anteil von 1,3 Prozent. Elektro-Pkw (63.281 Stück / +75,5 Prozent) kamen auf einen Zulassungsanteil von 1,8 Prozent. Erdgasbetriebene Pkw (7.623 Stück / -29,4 Prozent) und flüssiggasangetriebene Pkw (7.256 Stück / +55,6 Prozent) waren mit je 0,3 Prozent dabei.

Angesichts der gesetzlichen 95-Gramm-Hürde ist auch diese Zahl noch sehr interessant: Die CO2-Emissionen der Pkw lag 2019 im Durchschnitt bei 157 g/km.