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Die Briten und der Diesel

Archivartikel

Kaum ist der Brexit in trockenen Tüchern, da drückt Premierminister Boris Johnson in der Klima-Debatte so richtig aufs Gaspedal. Denn die britische Regierung will ab 2035 keine neuen Diesel, Benzin- und Hybridautos mehr zulassen - fünf Jahre früher als eigentlich geplant. Und die Luftfahrt-Industrie soll bis zur Jahrhundertmitte klimaneutral werden.

Bislang galt 2040 als spätestes Datum für den Verzicht auf Diesel und Co. Doch Kritiker hatten darauf hingewiesen, dass Großbritannien dann nicht mehr sein Ziel erreichen könnte, bis 2050 klimaneutral zu werden. Und eben das wolle man schaffen, bestätigte Boris Johnson.

Die britische Luftfahrt-Industrie verpflichtete sich ebenfalls zu diesem Ziel. Damit sichern die Unternehmen der Luftfahrtbranche zu, trotz des zu erwartenden Wachstums des Luftverkehrs um 70 Prozent bis 2050 das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

Doch die Realität sieht anders aus: Aktuell sind in Großbritannien 90 Prozent der Neuzulassungen Diesel- oder Benzinautos, berichtet "tagesschau.de". Frankreich will Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2040 nicht mehr genehmigen. Norwegen peilt schon ab 2025 an, nur noch Autos ohne CO2-Emissionen zuzulassen.