Auto

DS 3 Crossback Freie Fahrt für die Designer / Extravaganz in der Gestaltung, Luxus im Innenraum / LED-Scheinwerfer mit Matrixmessung

Die kleine Göttin für den Boulevard

Archivartikel

Normalerweise kokettieren SUV mit ihren Gemeinsamkeiten mit Geländewagen. Dieser hier kokettiert mit seiner Verwandtschaft mit einer (Kult-)Limousine: der DS 3 Crossback.

DS – die Älteren unter den Autofans verbinden mit dem Kürzel eines der innovativsten und extravagantesten Fahrzeuge, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden. 1955 kam der Ur-DS auf die Straße. Sein Design war so unverwechselbar wie das des Käfers, des Porsche 356 oder des Land Rover Defender - ein Kultauto eben. Im Französischen kann man DS auch als „déesse“ lesen, als „Göttin“. Unter diesem Namen wurde das Luxusmodell aus dem Haus Citroën ein Wunschtraum für alle frankophilen Automobilisten.

2014 ließ der PSA-Konzern, unter dessen Dach sich Citroën in den 70er Jahren begeben hatte, die „Göttin“, den DS, als eigene Marke wieder aufleben. DS, das soll künftig die PSA-Variante von Luxus sein; Fahrzeuge, die mit den Stärken des französischen Autobaues den Premium-Markt aufmischen: eigenständiges Design und das Know How bei der Verarbeitung von hochwertigen Produkten, dazu als Starthilfe die Entscheidung, Neuentwicklungen auf Konzernebene zuerst in DS-Modellen einzubauen. Vor allem die jüngeren Städter werden von den PSA-Marketing-Strategen als Zielgruppe angesehen.

Der DS 3 Crossback ist nach dem größeren DS 7 Crossback das zweite Fahrzeug der neuen Generation aus dem Haus der Kultmarke. Und hier steht er: Ein kompaktes SUV, das man sich trotz seiner 690 Millimeter großen Räder – den größten im Segment – kaum im Gelände, dafür aber umso besser auf dem Boulevard vorstellen kann. Ein kleines Design-Wunder, denn selten wurden bei einem Serienfahrzeug eine grundlegende Gestaltungs-Vorstellung so vollständig in allen Fahrzeugbereichen umgesetzt. Freie Fahrt für die Designer also. Beim DS 3 Crossback ist der Rhomboid – eine leicht flach gedrückte Raute – das gestalterische Kennzeichen. Seien es die Frontleuchten oder die „Haifischflosse“ an der B-Säule, seien es im Innenraum die Luftöffnungen und Berührungsschalter, ja selbst die Instrumententafel – alle nehmen in irgend einer Weise die Idee vom Rhomboid auf.

Neben dem ungewöhnlichen Design setzt der DS auf ausgewogene Proportionen. Mit einer Länge von 4,12 Metern, 1,79 Metern Breite und einer Höhe von 1,53 Metern gehört das Modell dem B-Segment an. B-Segment, das hört sich klein an, aber im DS 3 Crossback sitzt man nicht nur vorne, sondern auch im Fond richtig bequem. Und groß ist das Auto bei einigen Besonderheiten, die man sonst nicht im Segment vermutet. Zum eigenständigen Auftritt gehören die LED-Scheinwerfer mit Matrix-Messung, die es dem Fahrer erlauben, außerhalb der Stadt beständig mit Fernlicht zu fahren, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Oder das: Die in der Karosserie versenkbaren Türgriffe klappen automatisch aus, sobald sich der Fahrer dem Auto nähert.

Im Innenraum zeigen die DS-Designer, wie sie Luxus interpretieren. So warten zum Beispiel die Sitze mit einer innovativen Schaumstoffbehandlung und zwei unterschiedlichen Dichten auf. Der 10,3 Zoll-HD-Touchscreen in der Mitte wird durch ein farbiges Head-up-Display ergänzt. „DS-Inspirationen“ nennen sich die fünf unterschiedlichen Innenraumwelten. Zum Einsatz kommen dabei raffinierte französische Handwerkskunst – zum Beispiel Perlenstickerei an den Seitenteilen – sowie hochwertige Materialien wie Nappaleder und Textilgeflechte.

Natürlich ist der DS 3 Crossback verschwenderisch mit elektronischen Assistenten ausgestattet. Dazu gehört unter andem der „DS Drive Assist“, der automatisch die Spur und die Geschwindigkeit bis zu 180 Stundenkilometer hält. Der „DS Park Pilot“ parkt das Fahrzeug selbstständig ein. Und mit dem „DS Smart Access“ kann der Fahrer seinen Wagen per Smartphone öffnen und starten.

Die „Déesse“ von Citroën hatte einst mit ihrer Hydropneumatik die Insassen über alle schlechten Fahrbahnen hinweggeschaukelt. Das geht heute nicht mehr, aber der DS 3 Crossback hat sich etwas von diesem komfortablen Fahren bewahrt. Eher weich, aber mit festem Zugriff setzt das Fahrwerk mehr auf Komfort als auf Sportlichkeit.

Womit wir beim Motor wären. Dreizylinder mit etwas rauem Sound bewegen den DS 3 Crossback durch den Alltag. Im Testwagen war ein 130 PS-Benziner eingebaut, der keine Wünsche offenließ. Beschleunigen, überholen, alles ohne Problem. Das kraftvolle Aggregat hat keine Mühe, die 1280 Kilo des SUV auf Touren zu bringen. Dabei ist der Motor auch noch ziemlich sparsam.

Den DS 3 Crossback gibt es in vier Ausstattungsvarianten. Die Grundpreise beginnen bei 23 490 Euro für den 100-PS-Benziner in der Ausstattungsvariante „Chic“ und gehen bis 30 090 Euro für die Variante „La Premiere“ mit 155-PS-Benziner.