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Die mid-Zeitreise: BMW - flotter Dreier für glatte 100.000 DM

Archivartikel

Am 25. September 2000 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 45. Jahrgang über die dritte Generation des BMW M3.

Mehr Leistung und ein kraftvolles, aber freundliches Design zeichnen die dritte Generation des neuen BMW M3 aus. 252 kW/343 PS und 250 km/h Spitzengeschwindigkeit stehen in den Papieren. Als Preis werden glatte 100.000 DM genannt. Der Vorgänger kostete 5.000 DM weniger. Im Oktober 2000 ist der bayrische Sportler auf dem deutschen Markt zu haben.

BMW will mit dem Fahrzeug unter anderem gegen den Porsche 911 antreten. Helfen sollen dabei gegenüber dem Vorgängermodell 22 Innovationen. Die neue Frontschürze mit integrierten Nebelscheinwerfern und große Lufteinlässe sowie der aufgeklebte Heckspoiler heben ihn von dem klassischen BMW-Erscheinungsbild ab. Die Maße: 4,49 Meter Länge, 1,37 Meter Höhe und 1,78 Meter Breite. Letzteres ist ein Plus von vier Zentimetern, die unter anderem den sportlichen Reifen im Format 225/45 ZR 18 vorn und 255/40 ZR 18 hinten zu Gute kommen. Der Radstand beträgt 2,73 Meter.

Durch die Fronthaube aus Aluminium werden bei gleicher Steifigkeit 40 Prozent Gewicht eingespart. Insgesamt soll der Neue 30 Kilogramm weniger als sein Vorgänger auf die Waage bringen. Ein so genannter "Powerdome", eine leichte Anhebung in der Haubenmitte, schafft Platz für die neue M3-Maschine. Die seitliche Frontpartie wird durch "Kiemen" zur Kühlung der Elektronik und durch das M3-Emblem gekennzeichnet.

Das Sport-Coupe wird von einem 252 kW/343 PS starken 3,2-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor mit Doppel-VANOS (Variabler Drosselklappenregelung) angetrieben. Kerniger Sound untermalt die Melodie des Triebwerks. Das Drehmoment beträgt stolze 365 Nm. Ergebnis: Der M3 wartet mit so viel Kraft auf, dass im vierten Gang des 6-Gang-Getriebes selbst noch bei 20 km/h ruckelfrei beschleunigt werden kann. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der Sportler in 5,2 Sekunden. Der Norm-Verbrauch im Mix wird mit 11,9 Litern auf 100 Kilometer angegeben.

Das Fahrwerk wurde meisterlich überarbeitet. Ohne auch nur ein Haar von der Spur abzuweichen, bewältigt der Bajuware Serpentinenfahrten. Aber auch auf dem Renn-Parcours zeigt der Wagen, dass er keinen Vergleich zu scheuen braucht. Die Bremsen leisten hervorragende Arbeit. In Sachen Sicherheit ist alles Erforderliche an Bord. Der M3 ist zudem serienmäßig ausgerüstet mit einer Klimaautomatik, elektrisch verstellbaren Sportsitzen, einem automatisch abblendenden Innenspiegel sowie der abschaltbaren Dynamischen Stabilitätskontrolle DSC und der variablen M Differenzialsperre. Dank einer höheren Variabilität soll sie in der Lage sein, auch bei extrem unterschiedlichen Reibwerten an den Antriebsrädern die Traktion genau zu dosieren.

Das Interieur ist sportlich und im Alu-Look gehalten. Die Sitze geben guten Seitenhalt. Auch groß gewachsene Menschen finden bequem Platz. Auf der Rückbank hingegen ist es naturgemäß etwas enger. Das Kofferraumvolumen ist mit 410 Litern ebenfalls nicht üppig. Vom Vorgänger-Modell wurden zuletzt rund 12.000 Einheiten im Jahr verkauft. Der Neue soll es auf 15.000 Verkäufe bringen. Im nächsten Jahr folgen eine Cabrio- und eine SMG2-Automatik-Version.