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E-Bikes noch immer Luxus auf Rädern

Archivartikel

Die Elektromobilität schreitet nicht nur auf vier Rädern voran. Auch Fahrradfahrer schätzen den elektrischen Rückenwind. Da verwundert es kaum, dass der Markt für E-Bikes boomt. So besitzt in Deutschland bereits jeder Fünfte ein Elektro-Fahrrad. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hervor.

Dabei geben Verbraucher viel Geld für die Anschaffung eines Fahrrads mit Elektromotor aus. 57 Prozent zahlten mehr als 2.500 Euro, 30 Prozent sogar mehr als 3.000 Euro. Dabei besitzen allerdings nur sechs Prozent der Haushalte mit einem Einkommen unter 1.500 Euro netto bereits ein E-Bike.

"Klimaschutz darf kein Luxusgut sein. Damit das Potenzial für eine verbraucherfreundliche Mobilitätswende genutzt und viele Menschen umsteigen können, muss jetzt die Politik aktiv werden", sagt Marion Jungbluth, Leiterin Team Mobilität und Reisen beim vzbv.

E-Bikes machen Fahrradfahren für viele Verbraucher attraktiv. Denn lange Strecken oder Steigungen sind mit elektrischem Rückenwind kaum ein Problem. Weil E-Bikes immer beliebter werden, müsse es aber auch preislich attraktive Modelle geben, so Jungbluth.

Der Secondhand-Markt sei bisher unterentwickelt. Damit sich dies ändert, müsse der Zustand des Akkus für Verbraucher jederzeit auslesbar sein, erläutert die Expertin. Doch ein Ersatzakku schlägt mit etwa 600 Euro kräftig ins Budget. Die Unsicherheit über den "Gesundheitszustand" des Akkus führt deshalb dazu, dass Verbraucher davor zurückschrecken, ein gebrauchtes E-Bike zu kaufen.