Auto

E-Mobilität und Verbraucherschutz

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf. Doch das ruft auch Verbraucherschützer auf den Plan. Anlässlich des Treffens zwischen Autoindustrie und Bundesregierung im November 2019 fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine weitere Stärkung der E-Mobilität. Klimaschutz könne nur gelingen, wenn die Verbraucher mitgenommen werden, sagt vzbv-Vorstand Klaus Müller.

"Der verbraucherorientierte Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos ist für eine wirksame Klimapolitik unverzichtbar", betont Müller. Insofern begrüße man es, dass die Bundesregierung zwei wichtige erste Schritte gegangen sei: "Sie hat erstens mit ihren Fördermitteln geholfen, die Zahl der öffentlichen Ladepunkte im vergangenen Jahr um mehr als 50 Prozent zu steigern. Zweitens hat sie bei der Entwicklung des 'Masterplans Ladeinfrastruktur' neben der Industrie auch den vzbv eingebunden." Das sei bemerkenswert, weil die Politik den Verbraucherschutz bei wichtigen verkehrspolitischen Weichenstellungen in der Vergangenheit oft ignoriert habe.

Doch der Masterplan könne nur der Anfang sein. Neben öffentlichen Ladepunkten müsse die Bundesregierung nun den Ausbau privater und halböffentlicher Ladepunkte forcieren. "Aber auch die Autoindustrie muss mehr in Ladeinfrastruktur investieren als bisher." Aus Umfragen wisse man, dass sich die Mehrheit der Verbraucher mehr für den Klimaschutz engagieren will. Der Ausbau der E-Mobilität mitsamt der Ladeinfrastruktur würde sie in die Lage versetzen, dies auch umzusetzen.