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Test Mazda 3 Skyactiv-G 2.0 M Hybrid Neueste Generation des Kompaktklasse-Modells in attraktivem Design / Leistungsstarke Motorisierungen und umfangreiche Ausstattung

Eleganz und Sportsgeist im Zusammenspiel

Archivartikel

Schärfer war der Mazda 3 noch nie. Die neueste Generation des kompakten Golf-Gegners hat ein Design, das sehr sportlich, aber auch enorm elegant ist. Aber der 3er ist mehr als nur ein Hingucker.

Der erste Eindruck ist wichtig. Die neueste Generation des Mazda 3 holt hier die volle Punktzahl, denn das Design des Japaners ist außergewöhnlich und sticht definitiv aus der Masse heraus. Schön, sportlich, schick – der 3er vereint all das zu einer harmonischen Einheit.

Das Design, so der Hersteller, soll das Gefühl vermitteln, ein Kunstwerk zu betrachten. Geschlitzte Scheinwerfer und der markante Kühlergrill dürfen dabei genauso wenig fehlen wie eine kraftvolle und dynamische Silhouette und ein strammes Heck.

Von wegen Form folgt Funktion: Die Verantwortlichen von Mazda gaben der Optik klar den Vorrang und stellten den Nutzwert hinten an. Für die Gestaltung der wie aus einem Guss wirkenden Karosserie nahm man daher auch Nachteile in Kauf. Etwa bei der schmalen Heckscheibe, die dem Fahrer nur wenig Ausblick nach hinten bietet. Oder bei der breiten B-Säule, die beim Überholen die Sicht nach schräg hinten einschränkt. Auch die Heckklappe ist verhältnismäßig klein gehalten, während die Ladekante recht hoch sitzt. Das Kofferraumvolumen des 4,46 Meter langen Fahrzeugs ist mit einem Fassungsvermögen von 358 Litern nicht riesig, aber ausreichend. Falls doch mal mehr mit muss, lässt es sich durch Umklappen der Rücksitze auf 1026 Liter vergrößern.

Die Motorenpalette für den Mazda 3 ist – wie das Auto – kompakt, aber vielseitig. Der getestete Skyactiv-G 2.0 M Hybrid (ab 22 990 Euro) ist ein klassischer Zweiliter-Benziner ohne Turbolader, kombiniert mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe (Test) oder einer optionalen Sechsstufen-Automatik (2000 Euro).

Seine 122 PS sind angesichts eines Gewichts von 1,3 Tonnen nicht zu wenig. Im Gegenteil. Der Wagen kommt ordentlich auf Touren und macht sowohl als sportlicher Kurvenfresser auf der Landstraße als auch als komfortabler Cruiser auf der Autobahn eine gute Figur.

Die Beschleunigungswerte des kompakten 3er sind nicht überragend, jedoch absolut alltagstauglich. Etwas über das Ziel hinaus schießt allerdings die Bezeichnung „Hybrid“: Mit elektrischem Fahren hat das in diesem Fall nichts zu tun. Es handelt sich um eine „Mild“-Hybridisierung mit Startergenerator und einem 24 Volt-System. Das hilft, den Verbrauch zu senken. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Dennoch ist der neue 3er ein ganz Ruhiger. Unterwegs gelangen kaum Fahrgeräusche in den hochwertigen und gut verarbeiteten Innenraum, was den sowieso schon hohen Fahrkomfort weiter steigert.

Im Angebot hat Mazda darüber hinaus noch einen 116 PS starken Diesel (Skyactiv-D 1.8, ab 25 290 Euro). Außerdem erhältlich ist die brandneue Antriebsvariante Skyactiv-X (ab 26 790 Euro). Der Motor mit Kompressionszündung ist nicht nur wegen des versprochenen Verbrauchsvorteils von 20 bis 30 Prozent interessant: Der Skyactiv-X ist gegen Aufpreis mit dem Allradantrieb i-Activ AWD erhältlich, dem ersten Allradantrieb für den 3er überhaupt.

Der Einstiegspreis für den Mazda 3 fällt sicher nicht in die Kategorie günstig. Aber – und das macht viel aus – die Serienausstattung ist so umfangreich wie bei wohl keinem anderen Wettbewerber im Kompakt-Segment. Beim Navigationssystem angefangen über LED-Scheinwerfer, Verkehrszeichenerkennung, Head-up-Display, Einparkhilfe hinten und Abstandsregeltempomat bis hin zu Klimaanlage und all den Assistenzsystemen, die der Markt aktuell zu bieten hat.

Je nach Ausstattungslinie kommen nützliche Extras wie Sitzheizung oder Rückfahrkamera dazu. Ein paar Ausstattungspakete ergänzen die übersichtliche Preisliste.

Groß geschrieben wird bei einem Auto wie dem Mazda 3, in dessen Beuteschema vor allem auch junge Leute fallen dürften, das Thema Konnektivität. Es versteht sich daher fast von selbst, das Apple CarPlay beziehungsweise Android Auto automatisch zur Verfügung stehen.