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Experten raten: Kfz-Beiträge checken

Archivartikel

Ist man als Autofahrer unfallfrei, schlägt sich das normalerweise positiv in der Kfz-Versicherung nieder. Denn dadurch verbessert sich in der Regel die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Gibt es bei den anderen beitragsrelevanten Merkmalen (z. B. Regional- oder Typklasse) keine Änderungen, müsste sich der Versicherungsbeitrag also verringern. Trotzdem sollten Versicherungsnehmer die Beitragsrechnung für kommendes Jahr genau prüfen. Denn Versicherer können Preiserhöhungen leicht verstecken, warnt das Vergleichsportal Check24.

"Viele Kunden wissen nicht, dass sie selbst bei gesunkenen Beiträgen noch deutliches Sparpotenzial durch einen Versicherungswechsel haben", sagt Dr. Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei Check24. "Besonders in der wettbewerbsintensiven Wechselsaison lohnt es sich, die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Seit August ist der durchschnittliche Haftpflichtbeitrag für Kfz-Versicherungswechsler um 16 Prozent gesunken."

Eine versteckte Beitragserhöhung ist für den Verbraucher nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ein Beispiel: Der Kunde zahlt 458 Euro im Jahr für seine Kfz-Versicherung. Sein Versicherer verlangt im kommenden Jahr 446 Euro, also rund drei Prozent weniger. Doch der Blick auf den Vergleichsbeitrag zeigt: Die Kosten hätten auf 413 Euro sinken müssen. Der neue Kfz-Versicherungsbeitrag fällt acht Prozent zu hoch aus - eine versteckte Preiserhöhung des Versicherers.

Bis zum Stichtag am 30. November können Fahrzeughalter Kfz-Versicherungsverträge, deren Hauptfälligkeit auf den 1. Januar fällt, regulär kündigen. Im Falle einer (versteckten) Beitragserhöhung hat der Versicherungsnehmer ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht.