Auto

Freude am Fahren - BMW M2 Competition Coupé

Archivartikel

BMW steht für Freude am Fahren. Mit dem M2 Competition Coupé bringen die Münchner viel Leistung und Kraft auf die deutschen Autobahnen. Zwar zeigt der mid-Praxistest, dass durchaus noch ein wenig Respektsabstand zu seinen größeren Brüdern BMW M3 und M4 besteht. Doch der Nachfolger des "normalen" M2 muss sich nicht verstecken, er hält locker mit bei der "Competition" - dem Wettbewerb.

In der Farbe Sunset Orange kommt er daher. Der auffällige Lack kostet 700 Euro Aufpreis und passt perfekt zum M2 Competition Coupé, verleiht er dem Wagen doch optisch einen noch sportlicheren Touch. Sofort fallen dem Betrachter die typischen BMW M-Spiegel ins Auge. Die Frontschürze ist neu, große Lufteinlässe zeigen, was der Bayer unter der Haube hat: einen S55-Dreiliter-Biturbo aus den M3/M4 Modellen mit 410 PS und 550 Newtonmetern (40 PS/50 Newtonmeter mehr als der Vorgänger zu bieten hatte).

Der Innenraum empfängt mit designperforierten "Dakota" Ledersitzen in Schwarz/Orange mit beleuchtetem M2-Logo in der Rückenlehne. Eine Lordosenstütze für Fahrer und Beifahrer und eine Lehnenbreitenverstellung sorgen für bequemes Sitzen auch auf langen Strecken. Die Testfahrt über 400 Kilometer am Stück ermüdet überhaupt nicht, die Sitze geben einen hervorragenden Seitenhalt und sind unbedingt empfehlenswert beim Kauf dieses Sportlers.

Neben dem Schalthebel sind die Fahrmodus-Tasten angebracht. Die Direktwahltasten neben dem Schaltknauf kommen aus dem M4, um Fahrwerk, Lenkung und Gasannahme zu steuern. Weiterhin an Bord sind eine gute Harman Kardon-Soundanlage, das bekannte BMW-Navi, volle Multimedia-Konnektivität, ein digitaler Tacho und das Interieur ist sauber gearbeitet.

Mit dem griffigen Alcantara-Sportlenkrad lenkt sich der M2 sehr direkt. Bei ausgeschalteten Fahrhilfen ist er anspruchsvoll zu fahren (Driftmaschine, der "Hintern" wackelt gern mal). In 4,2 Sekunden geht es von 0 auf 100 mit dem Siebengang Automatik-Doppelkupplungsgetriebe, die Maschine dreht bis 7.600 U/min.

Vmax beträgt 280 mit optionalem M-Drivers Package. Der Hecktriebler ist auch als Handschalter erhältlich. Der Testverbrauch pendelte sich auf zirka zwölf Liter pro 100 Kilometer ein. Ausgestattet ist der Testwagen mit einer Performance Bremse (400 mm Scheibe vorne, 380 mm hinten).

Der Praxistest zeigt, dass die viele Leistung auch ganz viel Fahrfreude bereitet. Die Kraft unter der Motorhaube sieht man ihm nicht an. BMW bietet hier ein maximales Spaßauto, da der M2 kompakter ist als seine großen Brüder.

Der Basispreis beträgt 61.900 Euro. Mit Sonderausstattung wie den M Sportsitzen, einer M Sportbremse und dem M Doppelkupplungsgetriebe mit Drivelogic sowie 19 Zoll großen, geschmiedeten Leitmetallrädern kommt der Sportler auf 76.380 Euro brutto. Ein stolzer Preis, doch echte BMW-Fans wird er nicht schrecken.

Jutta Bernhard / mid

Technische Daten BMW M2 Competition Coupé:

Zweitüriger, viersitziger Kompakter, Länge/Breite (ohne Außenspiegel)/Höhe/Radstand in mm: 4.461/1.854/1.410/2.693, Leergewicht (EU): 1.625 kg, Zuladung: 435 kg, Kofferraumvolumen: 390 l, Tankinhalt: 52 l, Preis: ab 61.900 Euro.

Antrieb: Sechszylinder-Reihenbenziner mit zwei Mono-Scroll-Turboladern, Hubraum: 2.979 ccm, Leistung: 302 kW/410 PS bei 6.750 U/min, max. Drehmoment: 550 Nm bei 2.350 - 5.230 U/min, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Beschleunigung 0-100 km/h: 4,2 s, Höchstgeschwindigkeit mit mit M-Drivers Package: 280 km/h, Heckantrieb, Normverbrauch (EU-Zyklus) abhängig von der Bereifung: 9,0 - 9,2 l Super/100km, CO2-Emission: 206 - 209 g/km, Schadstoffklasse: Euro 6d-Temp.