Auto

Frische Kraft für schlappe Akkus

Archivartikel

Auch wenn Batterien in modernen Autos durchaus widerstandsfähig sind: Wegen immer mehr angeschlossener Verbraucher und bei Eiseskälte gibt immer wieder mal ein Akku seinen Geist auf. Wohl dem, der dann genau weiß, was zu tun ist.

"Mit der richtigen Starthilfe lädt die Batterie und das Auto fährt wieder. Trotzdem kann es zu Fehlern kommen, die zu Schäden am Fahrzeug führen", weiß man beim Autoclub ACE. Er erklärt Schritt für Schritt, wie man das Auto wieder zum Laufen bekommt und welche Fehler vermieden werden sollten.

Als kurzfristiger Stromspender ist ein zweites Fahrzeug notwendig, das dicht genug am Pannenfahrzeug steht. Zunächst muss die Zündung bei beiden Fahrzeuge ausgeschaltet sein. Dann wird das Startkabel an beiden Fahrzeugen befestigt: Eine rote Plus-Klemme des Kabels mit dem Plus-Pol des "Empfängerfahrzeugs", die andere mit dem Plus-Pol des "Spenderfahrzeugs" verbinden.

Zweiter Schritt: Die Zange des schwarzen Minus-Kabels, auch Massekabel, genannt, wird an den Minuspol des "Spenderautos" angeschlossen. Die andere Zange muss mit einem Massepunkt des Empfängerautos verbunden werden; das kann ein Metallteil am Motorblock sein oder ein dafür vorgesehener Kontakt. "Das Massekabel sollte nicht direkt am Minuspol der Empfängerbatterie klemmen, sonst kann sich durch Funkenbildung eventuell austretendes Knallgas entzünden", so der ACE.

Wenn beide Kabel fest an ihren Kontaktpunkten sitzen, wird der Motor des "Spenderfahrzeugs" gestartet. Er sollte laut der Experten erst einmal fünf bis zehn Minuten laufen, damit genügend Energie in die fast leere Batterie des Empfängerautos fließen kann. Dann wird gestartet.

Zum Schluss wird das Startkabel wieder abmontiert, und zwar in umgekehrter Reihenfolge. Der ACE: "Damit die Batterie sich vollständig wieder aufladen kann, empfiehlt es sich nach der Starthilfe mit dem Auto für eine Weile zu fahren."