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Fuhrparks: Von Diesel-Scham keine Spur

Archivartikel

Was passiert in den deutschen Fuhrparks, wohin geht die Reise bei den großen und kleinen Flotten? Eine Frage, die etwa die Autoindustrie brennend interessiert und die regelmäßig von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) hat im aktuellen DAT Diesel-Barometer analysiert wird.

Demnach liegt der Diesel-Anteil nach wie vor bei 86 Prozent, Euro-5-Diesel machen aktuell noch acht Prozent der Fuhrparks aus. Vor einem Jahr fuhren noch 17 Prozent aller Diesel-Pkw in den Flottenfahrzeuge mit diesen Motoren. Der Zuspruch für moderne Selbstzünder ist im Jahresvergleich sogar gestiegen, 88 Prozent der Fuhrparkleiterwollen die Bestellungen von neuen Diesel-Pkw nicht reduzieren.

Allerdings ist auch die Zahl der Fuhrparkleiter, die mittelfristig vermehrt Pkw mit alternativen Antrieben in der Pkw-Flotte planen, um zehn auf 59 Prozent gestiegen. Aber: Immerhin zwölf Prozent der Fuhrparkleiter ziehen derzeit die Anschaffung von E-Autos überhaupt nicht in Erwägung.

Aber politische Lenkungsversuche zeigen trotzdem Wirkung. So bestätigen 63 Prozent der Befragten, dass es wegen der 0,5-Prozent-Regelung mehr Nachfrage von Dienstwagenberechtigten nach alternativen Antriebsarten gibt. Im April 2019 waren es noch 37 Prozent. Dass aus den Anfragen tatsächlich auch Bestellungen hervorgingen, bestätigten 41 Prozent der Befragten.